Warum wir lieben, wo wir arbeiten Die Geschichte unseres Unternehmensstandortes

Du kennst es bestimmt auch, Du begibst Dich jeden Morgen aufs Neue mit Bus, Bahn, Fahrrad oder PKW zur Arbeit und verbringst dort meist einen Großteil des Tages. Doch hast Du Dich eigentlich schon mal geschichtlich mit Deinem Unternehmensstandort beschäftigt? Wir haben es getan und waren überrascht, was dabei alles rauskam!

Die Kattrepelsbrücke in der ersten Hafenanlage

Photo by: S. Berendsohn

Im 9. Jahrhundert lag im Reichenstraßenfleet in der Hamburger Altstadt ein Mündungsarm der Bille zur Alster. Damit bildete dieser Wasserlauf eine der ersten Hafenanlagen der frühen Hamburger Siedlung. Der Hafen war zu dieser Zeit noch ein 120 Meter langer und 6 Meter breiter Holzsteg mit Pfosten und Flechtwerk. Heute kann man dies teilweise noch im Straßenbild nachvollziehen – Der alte Fischmarkt, der Domplatz und die Petrikirche stehen dort in einer Linie, die in etwa den Hafen nachvollziehen lässt.

Auf historischen Karten sind bereits ab dem 13. Jahrhundert zwei Brücken am Fischmarkt und eine Brücke am westlichen Ende, etwa bei der späteren Börsenbrücke eingezeichnet.

Der Bau der Rolandsbrücke, die das Fleet beim Dornbusch überquerte, ist für 1342 verzeichnet und es folgten 1564 die Kattrepelsbrücke als Eintragung und der Hopfensack.

Bis ins 19. Jahrhundert trennte das Reichenstraßenfleet die Altstadt von der Reichenstraßeninsel und somit auch vom früheren Hafen und genau an dieser Stelle sind heute die große- und die kleine Reichenstraße. Und dort in direkter Nachbarschaft liegt unser Büro – an der Kattrepelsbrücke.

So sah die Kattrepelsbrücke zu Zeiten des Wasserträgers Hummel aus

„Hummel, Hummel…“ Egal ob Ihr waschechte Hamburger, oder Quiddje (Hamburgisch: Zugezogener) seid, die meisten von Euch wissen bestimmt schon, was sie erwidern sollten:

„Mors – Mors!“

Das Bild ist ein Fund von unserem Team, auf welchem der prominente Wasserträger genau an „unserer“ Straßenecke Hopfensack/Ecke Kattrepelsbrücke steht. Bis auf diese Straßenecke ist heute von den alten Häusern nichts mehr zu erahnen:

Wenn Du mehr über die Geschichte des Wasserträgers Hummel und den Ausruf „Hummel, Hummel – Mors, Mors“ erfahren willst, lies doch gern unseren Blogartikel darüber:

https://mega3.de/magazin/hummel-hummel

1923 wird der Hanseatenhof erbaut – Dort ist heute unser Büro

Das Kontorhaus Hanseatenhof wurde nach den Plänen der Architekten Heinrich Mandix und Hans Franck von 1921 – 1923 erbaut und war somit eines der neuen Gebäude im Sanierungsgebiet südlich der Steinstraße. Seit 2001 wurde es von den Behörden unter Denkmalschutz gestellt und bildet mit dem Chilehaus und weiteren Bürogebäuden im Straßenzug rund um die Kattrepelsbrücke ein traditionelles Hamburgisches Backsteingebäude.

Die Gründung von Marquardt und Bahls in der Kattrepelsbrücke

Als 1945 Theodor Weisser aus dem Krieg zurückkehrt, steht er vor einem Neuanfang. Vor Beginn des Krieges besetzte er eine führende Stelle bei Shell. Als er nun aus dem Krieg zurück nach Hamburg kommt, war diese Position bereits besetzt. Aufgrund dieser Situation machte er sich selbstständig und kaufte die Firma Marquard & Bahls, die zu diesem Zeitpunkt nur noch einen Firmenmantel darstellt. Das Einzige, war die bestehende Produktionsgenehmigung, eine Exporterlaubnis und die Handelserlaubnis, die Marquard & Bahls noch besitzt. Dies ermöglichte Theodor Weisser, neue Firmen im In- und Ausland zu gründen.

Das Büro eröffnete er damals in der Kattrepelsbrücke und dort begann die Entwicklung vom einfachen Firmenmantel hin zum Großunternehmen mit fast 7000 Mitarbeitern. Eine Hamburger Erfolgsgeschichte war geboren.

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Die Ausgrabungsstätte direkt vor unserem Büro

Viele historische Hintergründe lassen sich für uns heute nur noch in Büchern oder Archivmaterial aus dem Internet ergründen. Dies veränderte sich allerdings schlagartig, als sich Ende 2019 auf der Baustelle vor unserem Büro Reste der Stadtgeschichte Hamburgs auffinden ließen – Nun war die Geschichte zum Greifen nah und aus unseren Fenstern ließen sich spannende Einblicke gewinnen.

Bei den Ausgrabungen wurden unter anderem zerbrochene Gefäße aus dem Spätmittelalter, mehrere Münzen, eine silberne Gewandschließe sowie Gürtel- und Gewandapplikationen gefunden, die sich zeitlich in etwa von 1200-1400 einordnen lassen. Auch Gegenstände aus dem Schiffsbau ließen sich finden. Diese wurden auf dem Grabungsareal von Archäologen gefunden und im Schutze von weißen Zelten wurden sie inspiziert. Für uns war dies immer ein absoluter Hingucker und so manch Kaffeepause wurde einfach nur staunend vor den Fenstern unseres Büros verbracht.

Hier ein kleiner Eindruck aus unserer persönlichen Fotosammlung:

Wer sich für die Ergebnisse der Ausgrabung interessiert, sollte unbedingt mal auf der Seite des Archäologischen Museum Hamburgs vorbeischauen:

https://blog.amh.de/feuchte-fuesse-damals-und-heute/

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