Wenn das Kreuz schmerzt Rückenschmerzen in der Pflege

Ein Großteil der Deutschen hat Rückenschmerzen. Besonders in der Pflege sind Rückenschmerzen stark vertreten. Wir zeigen Dir, was helfen kann!

Rückenschmerzen gelten als eines der am weitesten verbreiteten Leiden überhaupt. Laut Robert-Koch-Institut befindet sich diese Krankheitsform auf Platz 3 aller Beschwerden. Die letzte große Befragung zum Thema Rückenschmerzen aus dem Jahr 2020 zeigte sogar, dass 61% aller Deutschen im vorangegangenen Jahr unter Rückenschmerzen litten und bereits bei 15% chronisch waren. Diese Zahlen sind erschreckend und vor dem Hintergrund, dass diese steigen, auch wirklich alarmierend.

Gründe für Rückenschmerzen in der Pflege

Dass die steigenden Zahlen der von Rückenschmerzen geplagten natürlich auch vor Pflegekräften keinen Halt macht, sollte jedem klar sein. Denn besonders in der Pflege lauern viele Belastungen, die zu Rückenschmerzen führen können. Die Gründe für Rückenschmerzen in der Pflege sind häufig multifaktoriell, das heißt, sie werden von vielen Faktoren beeinflusst. Diese sind zum Beispiel die Folgenden:

  • Schweres und falsches Heben
  • Schweres und falsches Umlagern
  • Falsches und unpassendes Schuhwerk
  • Fehlender Ausgleich
  • Sorgen und Stress

Was kann ich als Pflegekraft gegen Rückenschmerzen tun?

Da die Gründe für Rückenschmerzen häufig eine Kombination aus den genannten Faktoren sein können, hilft es immer auch mehrere Umstände gleichermaßen zu verbessern und zu verändern. Denn sind wir mal ehrlich, es ist zwar toll, wenn Du ab jetzt das richtige Heben, Umlagern und co. verbesserst, aber weiterhin unglaublich gestresst bist… Daher werden wir nun jeden einzelnen Faktor hier etwas verständlicher beschreiben und Dir zeigen, wie Du jeden Einzelnen verbessern kannst.

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Faktor Nr.1: Vermeide schweres und falsches Heben/Umlagern

Gut, dieser erste Faktor klingt für Dich nun erstmal unvermeidbar, da in der Pflege schweres Heben an der Tagesordnung steht. Was wir aber damit sagen wollen, ist dass das schwere und das falsche Heben sehr nah beieinander liegen. Wenn Du also falsch hebst, wird die gehobene Last um ein vielfaches schwerer, somit hebst Du eigentlich schon leichter ab dem Zeitpunkt an dem Du auf die richtige Weise hebst. Zum richtigen Heben haben wir die folgenden Tipps und Tricks:

Die richtige Haltung und Hilfsmittel können helfen, den Rücken bei der Pflege zu schützen. Denn: Falsche Bewegungen und häufige Belastungen können dem Rücken schaden.

Achte für das richtige Heben in der Pflege auf die folgenden Punkte:

  • Gehe in die Hocke und nutze zum Anheben die Kraft aus den Armen und Beinen – niemals aus Deinem Rücken!
  • Halte beim Heben und Tragen den Rücken gerade und das Gewicht nah am Körper.
  • Spanne Deine Muskeln von Rücken und Bauch an.
  • Verdrehe beim Heben nicht Deinen Oberkörper.
  • Bewege Dich nicht ruckartig.

Sobald Du diese Punkte verinnerlicht und umgesetzt hast, wirst Du merken, dass Dir beispielsweise schweres Heben oder Umlagern um einiges leichter fallen wird.

Ein weiterer Ratschlag befasst sich mit Hilfsmitteln aus der Pflege. Hierzu muss gesagt werden, dass natürlich nicht jede Einrichtung alle Hilfsmittel besitzt.

Wenn Hilfsmittel zur Verfügung stehen, versuche diese immer zu nutzen!

…um Dir die Arbeitsschritte in der Pflege zu erleichtern:

  • Nutze Hilfsmittel, z. B. einen fahrbaren Duschstuhl, ein Pflegebett, einen Lifter oder ein Rutschbrett. Lasse Dich vor der Benutzung anleiten und einweisen. Ein Pflegebett sollte immer so eingestellt sein, dass Du bei der Pflege möglichst aufrecht stehen kannst.
  • Lasse die pflegebedürftige Person so viel wie möglich selbst tun. Unterstütze Sie bei der Bewegung, z. B. mithilfe von Gleithilfen, Antirutschmatten oder Aufrichthilfen für das Bett.
  • Trage sichere und bequeme Schuhe. Dazu haben wir bereits hier einen Blogpost, der Dir 5 Tipps für den perfekten Schuh in der Pflege gibt (Link)
  • Bitte Andere um Hilfe, z. B. beim Heben oder Positionieren der pflegebedürftigen Person.
  • Besuche Kurse zu rückengerechter Pflege und zum Umgang mit Pflegehilfsmitteln. Oder lasse Dich dazu von einer Pflegefachperson anleiten.

Faktor Nr.2: Schaffe Dir einen Ausgleich!

Photo by Jade Stephens on Unsplash

Um den Rückenschmerzen in der Pflege Adé sagen zu können, ist der nächste Punkt von großer Wichtigkeit: der passende und gute Ausgleich. Dies ist unbedingt notwendig, da die Belastungen im Pflegealltag meist recht einseitig sind und somit nur einzelne Bereiche Deines Körpers belastet werden. So wird beispielsweise Dein unterer Rücken dauerhaft stark belastet, deine Bauchmuskulatur jedoch kaum. Dadurch kann ein Ungleichgewicht entstehen, welches die Haltung beeinflusst und langfristig zu Schmerzen führen kann. Versuche Dir also einen Ausgleich zu suchen, der verschiedene Bereiche Deines Körpers stärkt, fordert und Dich somit fit für den Pflegealltag macht.

Hier ein paar Tipps für einen passenden Ausgleich:

  • Yoga oder Pilates
  • Lange Spaziergänge
  • Fahrradfahren (auch zur Arbeit)
  • Joggen
  • Teamsportarten
  • Schwimmen
  • Training im Fitnessstudio

Dies sind natürlich nur ein Paar Tipps und Anregungen. Natürlich kann es auch etwas ganz anderes sein. Hauptsache es bringt Dir Spaß und fordert andere Bereiche Deines Körpers, als es Dein Job in der Pflege tut.

Faktor Nr.3: Wirke Stress, Sorgen und Grübeln entgegen

Photo by Luis Villasmil on Unsplash

Nun magst Du denken: „das ist viel leichter gesagt als getan…“ und auch wir wissen, dass der Pflegeberuf ein hohes Stresspensum mit sich bringt. Die Ansprechpartner aus unserem internen Team waren zum Teil jahrelang in der Pflege tätig und kennen diese ständige Belastung sehr gut. Dennoch gibt es viele gute Möglichkeiten Stress, Sorgen oder langes Grübeln mit Entspannungstechniken entgegenzuwirken und somit im Feierabend schneller und besser zur Ruhe zu kommen.

Stress als Ursache für Rückenschmerzen bei Pflegekräften

Das „Zur Ruhe kommen“ und die damit verbundene Entspannung kann ein weiterer wichtiger Baustein sein, der Rückenschmerzen verhindern kann. Denn Stress beeinflusst sehr stark unser Schmerzempfinden. So hat eine Studie im Journal of the American Medical Association gezeigt, dass Achtsamkeitstraining und eine Reduzierung von Stress bei Rückenschmerzen besser wirkt als die übliche Behandlung mit Schmerzmitteln oder Krankengymnastik.

Die folgenden Maßnahmen können Stress, Sorgen und Grübeln entgegenwirken:

  • Meditation und Achtsamkeitstraining (Falls Du nicht so ganz weißt, wie das geht, schaue doch mal bei unseren 5 Tipps zum Lernen von Meditation vorbei: Link). Dazu gibt es aber auch eine Menge Youtube-Videos, die Dir mit kurzen Einheiten (5-10 Min) wirklich helfen können, in die Entspannung zu kommen.
  • Schalte einfach mal das Handy aus. Manchmal kann auch das Weglegen des Handys wahre Wunder wirken. Dadurch verschwindet das Gefühl von ständiger Erreichbarkeit und Du vermeidest die ständige Ablenkung. Auch hierzu (Digital Detox) haben wir bereits einen Blogpost für Dich: Link
  • Achte auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Auch eine gute, gesunde Ernährung kann das körperliche Wohlbefinden steigern und somit auch Stress reduzieren. Zum Thema Ernährung haben wir auch den folgenden Blogpost: Link oder wenn es speziell um die Ernährung im Schichtdienst geht, schaue Dir doch mal den folgenden Blogpost an: Link

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Quellen:

Beitragsbild: Photo by julien Tromeur on Unsplash

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