Tag der Rückengesundheit So machst du deinen Rücken stark

Pünktlich zum Tag der Rückengesundheit haben wir uns mit dem Thema ein wenig näher beschäftigt. Gerade für Menschen, die berufsbedingt viel sitzen oder stehen, sind Rückenschmerzen leider nichts Neues. Wir verraten dir, was du dagegen tun kannst.

Bandscheibenvorfall, Hexenschuss & Co: Rückenschmerzen waren im Jahr 2018 laut dem DAK Gesundheitsreport die zweithäufigste Ursache für Krankmeldungen. Genauso alarmierend: Seit dem Jahr 2007 erhöhte sich die Zahl der stationären Behandlungen um 80 Prozent, der Höchststand wurde 2016 erreicht. Schmerzen im Rücken sind zum einen extrem unangenehm und zum anderen behindern sie uns in unserer Beweglichkeit. Grund genug, sich ein paar Gegenmaßnahmen für den Alltag anzusehen. Doch noch einmal von vorne.

Wer hat den Tag der Rückengesundheit initiiert?

Der Tag der Rückengesundheit wurde von der Aktion Gesunder Rücken sowie dem Bundesverband deutscher Rückenschulen ins Leben gerufen. Um den 15. März herum finden dazu passend verschiedene Veranstaltungen, Aktionen und Workshops statt. Das Ziel des Aktionstages: Auf das Thema Rückengesundheit aufmerksam zu machen und Prävention zu betreiben.

Heutzutage bewegen wir uns viel zu wenig. Die Folge: Rückenschmerzen. © Shutterstock, Africa Studio
Durch langes Sitzen vor dem PC verspannen wir und bekommen schnell Rückenschmerzen. © Shutterstock, Africa Studio

Welche arbeitsbedingten Ursachen können Rückenschmerzen haben?

Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Einer der Hauptgründe ist sicherlich unserem modernen Zeitalter geschuldet. Wer einen Bürojob hat, verbringt den Großteil seines Tages im Sitzen. Kommt dann noch die Fahrt mit dem Auto oder der Bahn hinzu, sitzen wir sogar noch länger, und das ist ein echtes Problem. Unsere Körper sind nämlich gar nicht darauf ausgerichtet, so lange in einer sitzenden Position zu verharren. Unsere Ahnen saßen hingegen fast nie und waren beim Jagen und Sammeln viel in Bewegung. Die Universitäten Leicester und Loughborough bestätigten dies im Rahmen einer Metastudie aus dem Jahr 2011. Die 800.000 untersuchten Fälle zeigten, dass Menschen, die viel sitzen, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bekamen. Die Unterschiede zu Arbeitnehmern, die sich viel bewegten, waren frappierend.

Neben dem Sitzen spielt auch die Körperhaltung eine Rolle. Wenn du mit gekrümmtem Rücken am Arbeitsplatz sitzt, wirst du schnell merken, wie sich Nacken, Schultern und schließlich auch der Rücken verspannen. Apropos Verspannung: Wenn du in deinem Beruf einen hohen Leistungs- und Termindruck verspürst, neigst du auch dazu, Rückenschmerzen zu bekommen. Eine gesunde Work-Life-Balance ist hier das Stichwort.

Wieso haben schwangere Frauen oftmals Rückenschmerzen?

Schwangere Frauen haben während ihrer Schwangerschaft ebenfalls oftmals mit Rückenschmerzen zu kämpfen, doch woran liegt das eigentlich genau? Die Ursache liegt darin, dass die Gelenke und Muskeln der werdenden Mutter durch das wachsende Baby einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt sind. Dadurch verspannen sich die Muskeln, was in Rückenschmerzen resultiert. Dazu kommt noch, dass sich das Becken sowie Muskeln und Bänder im Bauch in Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt lockern und damit Reizungen auslösen. Diese machen sich sowohl im Becken als auch in der Lendenwirbelsäule bemerkbar.

Fieber, Husten, Rückenschmerzen: All das gehört leider zu einer Grippe dazu. © Shutterstock, fizkes
Leider gehen mit einer Grippe auch Rückenschmerzen einher. Aber woran liegt das eigentlich? © Shutterstock, fizkes

Was haben Rückenschmerzen mit einer Grippe zu tun?

Es ist wirklich gemein: Man hat einen grippalen Infekt und zusätzlich zu den lästigen Kopfschmerzen, dem Schnupfen und Husten kommen dann auch noch Rückenschmerzen. Hast du dich auch schon einmal gefragt, ob diese vom Grippevirus selbst verursacht werden? Es ist so: Wenn unser Körper die Viren bekämpft, werden Botenstoffe zur Anregung der Immunabwehr ausgesendet. Darunter fallen auch Prostaglandine, die leider dafür sorgen, dass die Schmerzrezeptoren und Nerven gereizt werden. Das hat wiederum zur Folge, dass unsere Gelenke und Muskeln schmerzen.

Darüber hinaus tragen auch die weißen Blutkörperchen dazu bei, dass wir bei einer Grippe Rücken- und Gliederschmerzen haben. Normalerweise sorgen die Blutkörperchen dafür, dass Muskelfasern erneuert und repariert werden. Im Krankheitsfall haben sie dafür allerdings „keine Zeit“, da sie nun dafür gebraucht werden, die Viren im Nasen-, Hals- und Rachenbereich zu bekämpfen. Dies bekommen wir dann in Form von schmerzenden Gelenken und Muskeln zu spüren.

Diese 5 Tipps helfen gegen Rückenschmerzen

Nachdem wir uns mit der Ursache für Rückenschmerzen beschäftigt haben, wollen wir uns nun ansehen, was du im Akutfall dagegen unternehmen kannst.

  1. Bleib in Bewegung

    Auch wenn es schmerzt, ist es wichtig, dass du in Bewegung bleibst. Sprich mit einem Fachmann ab, welche Bewegungen für dich sinnvoll sind und den Schmerz nicht verstärken. Wenn du die Gliedmaßen bewegst, die von deinen Rückenschmerzen nicht betroffen sind, sorgt das für eine gute Durchblutung. Dies hat wiederum zur Folge, dass schädliche Substanzen besser abtransportiert werden können.

  2. Versuche eine Schonhaltung zu vermeiden

    Wenn wir Schmerzen haben, passiert es ganz automatisch, dass wir eine Schonhaltung einnehmen. Leider ist das völlig kontraproduktiv, weil wir dadurch nur noch mehr verspannen und die Schmerzen somit stärker werden. Auch hierfür ist es wichtig, mit deinem Arzt oder Physiotherapeuten zu sprechen und dir zeigen zu lassen, wie du dich bewegen solltest.

  3. Entlaste deine Wirbelsäule

    Bewegung ist das eine, aber auch Entlastung ist wichtig. Die Muskulatur deiner Wirbelsäule kannst du entspannen, indem du dich flach auf den Boden beziehungsweise eine Unterlage legst und die Unterschenkel dann im rechten Winkel hochlagerst. Durch diese Position können die Bandscheiben Flüssigkeit aufnehmen und somit auch wieder besser “puffern”. Auch in diesem Fall ist es sinnvoll, wenn du einen Physiotherapeuten konsultierst, der dir die richtige Ausführung zeigt.

  4. Mache Training für deinen Rücken

    Wobei wir gleich beim nächsten wichtigen Punkt wären: Training. Ein Physiotherapeut zeigt dir nicht nur, in welchen Lagen du deinen Rücken stärken kannst, sondern kann auch mit dir trainieren. Das Rückentraining ist wichtig, um bestimmte Wirbelsäulengelenke sanft zu mobilisieren und Muskelpartien zu dehnen, die verkürzt sind. Außerdem wird die Rumpfmuskulatur gekräftigt, wodurch wiederum die Wirbelsäule besser gestützt wird.

  5. Wärme schmerzende Stellen

    Was besonders gut bei akuten Verspannungen hilft, ist Wärme. Am besten legst du ein feuchtes Tuch auf die Stelle, die schmerzt und darüber eine Wärmflasche. So kann die Wärme gut in das Gewebe gelangen und deine Muskulatur entspannt sich. Auch ein warmes Bad kann manchmal Wunder wirken.

Wärme, Bewegung, Entlastung: Wenn all das nichts bringt, musst du zu einem Arzt gehen. © Shutterstock, Africa Studio
Wenn nichts mehr hilft, sollte ein Arzt aufgesucht werden, mit dem das weitere Vorgehen besprochen wird. © Shutterstock, Africa Studio

Ab wann muss man zum Arzt?

Wenn Wärme, sanfte Bewegung und Co nicht helfen, solltest du einen Arzt aufsuchen, um mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen. Auch wenn du nach einem Unfall plötzlich Rückenschmerzen hast, ist ein Arztbesuch notwendig. Falls andere schwerwiegende Erkrankungen vorliegen, muss ebenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Wie kann man Rückenschmerzen vorbeugen?

Nehmen wir einmal an, dass die akuten Rückenschmerzen überstanden sind und du verhindern möchtest, dass diese schnell wiederkommen. Einen ganz wichtigen Punkt haben wir eben schon genannt: Bewegung, Bewegung, Bewegung. Wenn du schnell Rückenschmerzen bekommst, sind spezielle Kurse zur Stärkung deines Rückens sinnvoll. Viele Fitnesscenter bieten diese unter dem Namen Rückenschule an. Generell ist Sport ein entscheidender Faktor. Auch sanfte und gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren und Nordic Walking können dir helfen. Genauso wichtig ist eine gesunde Ernährung, da Übergewicht deine Gelenke und deinen Rücken unnötig belastet.

Beitragsbild: © Shutterstock, Yulia Grigoryeva

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