Tag der Familie am 15. Mai Wie man Beruf und Familie in Einklang bringt

Das Wort Spagat wurde nicht nur für die Zirkusmanege erfunden, sondern definitiv auch für Eltern, die die Balance zwischen Karriere und Familie schaffen müssen. Wir haben den Tag der Familie zum Anlass genommen, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Vielleicht kennst du es ja auch: Dein Beruf erfüllt dich und du hast den Anspruch, eine gute Leistung zu erbringen. Wenn du dich dann aber entscheidest, mit dem Partner oder der Partnerin eine Familie zu gründen, verschieben sich die Prioritäten. Das bedeutet nicht, dass der Job überhaupt nicht mehr wichtig ist, aber Kinder sind eben auch eine schöne und große Verantwortung. Am 15. Mai dreht sich anlässlich des Internationalen Tages der Familie alles um eben dieses Thema. Sehen wir uns den Aktionstag doch einmal etwas genauer an.

Wer hat den Internationalen Tag der Familie ins Leben gerufen?

Der Aktionstag wurde von keiner geringeren Organisation als den Vereinten Nationen (UN) initiiert und findet seit 1993 alljährlich statt. Außerdem gibt der Generalsekretär der UN seit 1996 bekannt, unter welchem Motto der Internationale Tag der Familie im jeweiligen Jahr steht. In den vergangenen Jahren ging es dabei unter anderem um Gesundheit, Bildung, die Rolle, die Väter einnehmen oder auch Gender-Gleichberechtigung und moderne Familienmodelle. In jedem Fall soll der Internationale Tag der Familie stets einen aktuellen Bezug haben, während das übergeordnete Thema immer die Familie ist.

Heutzutage nichts ungewöhnliches mehr: Es gibt immer mehr Väter, die in Elternzeit gehen. © Shutterstock, George Rudy
Der Aktionstag soll auf wichtige gesellschaftliche Themen rund um das Thema Familie aufmerksam machen. © Shutterstock, George Rudy

Warum ist der Internationale Tag der Familie so wichtig?

Die Familie ist ein Konstrukt, in das wir hineingeboren werden und in dem wir aufwachsen. Innerhalb des familiären Rahmens lernen wir, wie das soziale Miteinander funktioniert. Auch Werte und Normen, die innerhalb der Gesellschaft gelten, werden von den Eltern und Großeltern an die Kinder weitergegeben. Der Familienzusammenhalt ist aber natürlich nicht nur hinsichtlich der Vorbereitung auf das Erwachsenenleben elementar, sondern vor allem auch für das seelische Wohl eines Kindes. Der Internationale Tag der Familie soll die Bedeutung der Familie unterstreichen. Darüber hinaus geht es bei dem Aktionstag auch darum, auf Kinder- und Frauenrechte, die Geschlechtergleichberechtigung, das Recht auf eine freie Wahl eines Partners und andere wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen.

Was macht es so schwer, eine Balance zwischen Beruf und Familie zu finden?

  1. Die richtige Organisation

    Wer Kinder und eine anstrengenden Job hat, weiß, dass der Tagesablauf nur reibungslos verlaufen kann, wenn er durchorganisiert ist. Das fängt schon mit der Frage an, wann die Kinder in der Kita oder Schule sein müssen. Daraus ergibt sich wiederum, wann du mit deinem Arbeitsalltag beginnen und wann du diesen beenden kannst.

  2. Ohne Zeitmanagement geht gar nichts

    Ein durchorganisierter Tagesablauf geht mit einem guten Zeitmanagement Hand in Hand. Neben der Arbeit ist es eben auch enorm wichtig, genügend Zeit zum gemeinsamen Spielen, für Hausaufgaben oder für die Mahlzeiten einzuplanen. Da der Tag nunmal nur 24 Stunden hat, ist ein gutes Zeitmanagement das A und O.

  3. Stress ist vorprogrammiert

    Ohne das Zusammenspiel des Familien- und Arbeitslebens zu negativ zeichnen zu wollen, muss eines ganz klar gesagt werden: Stress ist leider vorprogrammiert. Denn egal, wie gut und genau du planst, es kann eben auch einmal etwas außerplanmäßig verlaufen und das Zeitmanagement durcheinanderbringen. Da hilft dann nur eines: durchatmen!

Nach der Geburt des Kindes steht den Eltern eine 36-monatige Elternzeit zu. © Shutterstock, George Rudy
Wie sieht es mit Elternzeit, Kindergeld und Co aus? Mit der Schwangerschaft und Geburt gehen einige Fragen einher. © Shutterstock, George Rudy

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es?

Mit der Geburt eines Kindes kommt eine unglaublich schöne, aber auch zeitintensive Aufgabe auf die Eltern zu. Während eine 40-Stunden-Woche in der ersten Zeit der Schwangerschaft vielleicht noch zum normalen Arbeitsalltag gehörte, ist dies mit einem Neugeborenen nicht mehr für beide Elternteile zu schaffen. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland die sogenannte Elternzeit. Diese umfasst insgesamt drei Jahre, die beide Elternteile unter sich aufteilen können. Laut Gesetz ist es so, dass mindestens 12 Monate der Elternzeit in den ersten drei Jahren nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden müssen, um die vollen drei Jahre Elternzeit genehmigt zu bekommen. Die verbleibenden 2 Jahre darfst du allerdings bis zum 8. Geburtstag deines Kindes nehmen.

Und wie sieht es mit deinem Arbeitsplatz aus? Da die Elternzeit unter eine sogenannte unbezahlte Arbeitsfreistellung fällt, darfst du in dieser Zeit nicht gekündigt werden. Während der Freistellung muss dein Arbeitgeber dir jedoch kein Gehalt zahlen. Dafür erhältst du vom Staat während der ersten 14 Monate Elterngeld. Die Höhe der Leistung wird dabei aus dem Nettoeinkommen ermittelt, das du im letzten Jahr vor der Geburt des Kindes erhalten hast. Dazu kommt die Zahlung von Kindergeld ab der Geburt des Kindes.

Wenn das Kind den Kindergarten besucht, können die Eltern sich stundenweise ihrem Job widmen. © Shutterstock, George Rudy
Der Kindergarten ermöglicht es Eltern, in Ruhe zu arbeiten. Alternativ können auch Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber getroffen werden. © Shutterstock, George Rudy

Welche Rolle spielen Kitas für berufstätige Eltern?

Bei dem Wiedereinstieg ins Berufsleben spielt der Kindergarten beziehungsweise die Krippe eine essentielle Rolle. Eltern können selbst entscheiden, wann ihr Baby beziehungsweise Kleinkind in die Betreuung geht und in dem Zuge stundenweise wieder arbeiten gehen. Damit ist der Kindergarten eine wichtige Institution, um Müttern und Väter sowohl ein Arbeits- als auch ein Familienleben zu ermöglichen. Auch für die Erziehung und das soziale Miteinander ist die Kindergartenzeit wichtig. Die Erzieherinnen und Erzieher sind pädagogisch ausgebildet und wissen, wie Kinder am besten gefördert und gefordert werden können. Das Zusammensein mit gleichaltrigen Kindern ist für die Entwicklung ebenfalls wichtig.

Wusstest du übrigens, dass der Kindergarten die Erfindung eines Deutschen war? Der 1782 geborene Friedrich Wilhelm August Fröbel war es, der im Zuge seiner Studien den pädagogischen Wert verschiedener Beschäftigungsmaßnahmen für Kinder entdeckte und die Idee eines Kindergartens entwickelte. Im Jahr 1840 wurde dann der erste Kindergarten in Bad Blankenburg eröffnet. Mehr über die Geschichte und die verschiedenen Formen des Kindergartens erfährst du in diesem Beitrag.

Wie können Unternehmen berufstätige Arbeitnehmer unterstützen?

Zunächst einmal sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass auch Arbeitgeber etwas davon haben, wenn sie einen Arbeitsplatz familienfreundlich gestalten. Wenn bei der Bewerbung ersichtlich wird, dass es eine familienfreundliche Arbeitskultur gibt, macht das den Arbeitgeber um einiges attraktiver. Bei der Arbeit selbst ist man natürlich auch motivierter und zufriedener, wenn man weiß und erlebt, dass das Familienleben durchaus mit der Arbeit kombiniert werden kann. Außerdem ist es gegebenenfalls möglich, früher wieder zu arbeiten, wenn der Arbeitgeber einem entgegenkommt. Somit wird auch dem Fachkräftemangel vorgebeugt.

Und wie sieht die Unterstützung durch den Arbeitgeber nun konkret aus? Zunächst einmal sollte dein Arbeitgeber dir seine Unterstützung zusichern und mit dir besprechen, in welcher Form ein Wiedereinstieg wann möglich ist. Vielleicht kann deine Tätigkeit auch so modifiziert werden, dass du von Zuhause aus arbeiten kannst und flexible Arbeitszeiten bekommst. Bei einigen Arbeitgebern ist es sogar möglich, das Kind in einem Unternehmenskindergarten betreuen zu lassen.

Mit etwas Organisation, Zeitmanagement und Geduld kannst du deinen Arbeits- und Familienalltag miteinander vereinen. © Shutterstock, George Rudy
Mit den folgenden Tipps wird es dir leichterfallen, Kind und Karriere in Einklang zu bringen. © Shutterstock, George Rudy

Mit diesen Tipps schaffst du die Balance

Zu guter Letzt möchten wir dich noch mit ein paar wertvollen Tipps für ein besseres Gleichgewicht zwischen der Arbeit und deinem Familienleben versorgen.

  1. Lege dir einen Plan B zurecht
    Dein Kind ist plötzlich krank und du hast niemanden, der die Betreuung übernimmt? Für den Fall ist es gut, wenn du schon von Vornherein mit deinem Chef geklärt hast, welche Möglichkeiten es gibt. Vielleicht ist es ja möglich, dass du aus dem Home Office weiterarbeitest.
  2. Nutze einen Kalender
    Damit du in deinem hektischen Arbeitsalltag den Überblick nicht verlierst, solltest du alle wichtigen Termine in einem Kalender festhalten. Dabei ist es auch wichtig, den Kalender immer auf dem neuesten Stand zu halten. Unser Tipp: Lege eine feste Zeit am Tag fest, um zu überprüfen, was ansteht und ob etwas Neues dazugekommen ist.
  3. Mache dir deine Stärken bewusst
    Wir alle haben unsere Stärken, die wir für unsere Arbeit einsetzen können. Überlege, inwiefern dir diese Stärken auch im Familienalltag weiterhelfen können. Vielleicht bist du besonders tiefenentspannt oder ein wahres Organisationstalent? In jedem Fall ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, worin man gut und sich dies zunutze zu machen.
  4. Feierabend ist Feierabend
    Viele Menschen neigen dazu, sich schuldig zu vielen, wenn sie nach ihrem beruflichen Wiedereinstieg weniger arbeiten und nehmen sich dafür viel Arbeit mit nach Hause. Dabei ist es allerdings wichtig, dass du klare Grenzen ziehst. Schließlich möchtest du ja auch noch Zeit mit deiner Familie verbringen oder auch mal eine Verschnaufpause für dich haben. Apropos.
  5. Schaffe kleine Auszeiten nur für dich
    So schwer es auch sein mag: Es ist wichtig, dass du auch mal ein paar Momente der Ruhe und Entspannung für dich hast, um neue Energie zu sammeln. Hierfür ist es wichtig, dass du dich gut mit deinem Partner oder anderen Verwandten absprichst, die die Betreuung für einige Zeit übernehmen können.

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Beitragsbild: © Shutterstock, George Rudy

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