Auswirkungen der Corona-Krise Kurzarbeit in der Zeitarbeit: Das musst du wissen

Das Jahr 2020 stellt uns vor große Herausforderungen. Neben den gesundheitlichen Folgen des Coronavirus leidet auch die Wirtschaft stark. Die Lösung für viele Menschen lautet dabei Kurzarbeit. Doch wie verhält es sich mit der Kurzarbeit in einem Zeitarbeitsverhältnis?

Vom Tourismus über die Luftfahrt bis hin zur Gastronomie: Covid-19 hat viele Branchen hart getroffen. Es gibt nur wenige Sektoren, wie beispielsweise die Lebensmittelindustrie, die trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage schwarze Zahlen schreiben. Besonders die Gastronomie ist dabei auf die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld angewiesen. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts im April mussten zu diesem Zeitpunkt 99 % der gastronomischen Betriebe in Deutschland Kurzarbeit anmelden. Wir wollen uns in diesem Beitrag unter anderem mit der Frage beschäftigen, welche Auswirkungen ein Zeitarbeitsverhältnis auf den Erhalt von Kurzarbeitergeld hat. Doch noch einmal von vorne.

Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für die Wirtschaft?

Mit der Ausweitung der ersten Corona-Infektionen zu einer globalen Pandemie wurde schnell ersichtlich, dass nicht nur die gesundheitlichen, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen erheblich sein würden. Für die deutsche Wirtschaft bedeutet dies laut der Bundesregierung, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 6,3 % zurückgehen wird. Gleichzeitig würden laut der Regierung circa 370.000 Menscher weniger erwerbstätig sein und den Jahresdurchschnitt der Arbeitslosenquote auf 5,8 % steigen lassen. Ein milliardenschwerer Rettungsschirm soll die wirtschaftlichen Folgen abmildern und auch das Kurzarbeitergeld gehört zu den Maßnahmen, die Schadensbegrenzung betreiben sollen.

Das Ifo-Institut ermittelte im April, dass zu diesem Zeitpunkt 99 % der gastronomischen Betriebe in Deutschland Kurzarbeit anmelden mussten. © Shutterstock, David Tadevosian
Durch die Corona-Krise mussten viele Arbeitgeber Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter beantragen. © Shutterstock, David Tadevosian

Was ist das Kurzarbeitergeld eigentlich genau?

Beim Kurzarbeitergeld handelt es sich um eine Leistung, die von der Arbeitslosenversicherung getragen wird. Diese Leistung steht Arbeitnehmern zu, die sich in einem beitragspflichtigen Beschäftigungsverhältnis befinden, bei dem es zu einem nicht vermeidbaren Arbeitsausfall aufgrund einer wirtschaftlichen Ursache kommt. Die Grundvoraussetzung für die Zahlung des Kurzarbeitergeldes ist allerdings, dass mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben. Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes verfolgt das Ziel, dass Arbeitsverhältnisse erhalten und, wie bereits erwähnt, wirtschaftliche Schäden abgewendet beziehungsweise zumindest abgemildert werden können.

Wie kann man das Kurzarbeitergeld berechnen?

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes wird in Paragraph 105 des Sozialgesetzbuch (SGB) III definiert. Die Leistung beträgt dabei 60 % der Nettoentgeltdifferenz und 67 % für Arbeitnehmer mit einem Kind. Ab dem vierten Monat wird das Kurzarbeitergeld auf 70 beziehungsweise 77 % erhöht, ab dem siebten Monat sind es dann sogar 80 beziehungsweise 87 %. Die Erhöhung kann in Anspruch genommen werden, wenn diese ab März 2020 beantragt wurde.

Eine weitere Frage, die sich viele Arbeitnehmer gerade stellen, ist die nach der Beantragung des Kurzarbeitergeldes. Musst du dies als Arbeitnehmer selbst tun? Die klare Antwort hierauf lautet Nein. Es ist die Aufgabe des Arbeitgebers, Kurzarbeit anzuzeigen und dir die Leistung auszuzahlen. Bevor wir uns ansehen, wie die Sachlage bei der Zeitarbeit ist, möchten wir folgende Frage im Vorwege beantworten.

Zeitarbeit hat sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber eine Reihe verschiedener Vorteile. © Shutterstock, Robert Kneschke
Zeitarbeit: Wir von mega3 sind unter anderem auf die Vermittlung von spannenden Jobs in der Pädagogik spezialisiert. © Shutterstock, Robert Kneschke

Was genau versteht man unter Zeitarbeit?

Bei einem Zeitarbeitsverhältnis sind drei Parteien involviert, und zwar das Personaldienstleistungsunternehmen, der Arbeitnehmer sowie das Kundenunternehmen. Dabei vermittelt der Personaldienstleister den Arbeitssuchenden an das Kundenunternehmen. Obwohl der Arbeitnehmer für das Unternehmen arbeitet, an das er vermittelt wurde, ist der Personaldienstleister immer noch der Arbeitgeber. Zeitarbeit wird deshalb auch als Personalüberlassung, Arbeitnehmerüberlassung oder Personalleasing bezeichnet.

Entgegen der Tatsache, dass Zeitarbeit bei vielen nach wie vor keinen guten Ruf genießt, gibt es tatsächlich eine Reihe verschiedener Vorteile. Wenn du gerade auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung bist, hast du nämlich die Möglichkeit, dir verschiedene Arbeitsstätten anzusehen und herauszufinden, ob die Chemie mit den Kollegen stimmt und dir die Arbeitsbedingungen zusagen. Bei einer Jobsuche mit uns sorgen wir außerdem dafür, dass dein neuer Arbeitsplatz genau zu deinen persönlichen Anforderungen passt.

Ob für Arbeitgeber oder Arbeitnehmer: Zeitarbeit ist so viel besser als ihr Ruf! © Shutterstock, AshTproductions
Ein Zeitarbeitsverhältnis bietet für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen Vorteile. © Shutterstock, AshTproductions

Und wie sieht es auf der Arbeitgeberseite aus? Auch für Unternehmen ist die Zeitarbeit eine attraktive Möglichkeit, fachkundiges Personal zu gewinnen. Genauso wie ein Personalvermittlungsunternehmen darauf achtet, dass der Job zum Arbeitnehmer passt, werden auch die Anforderungen des Unternehmens berücksichtigt. Das Ziel: Beidseitige Zufriedenheit! Auch bei personellen Engpässen kann eine Vermittlung für das Kundenunternehmen schnelle Abhilfe schaffen. Wenn du mehr über die Zeitarbeit und ihre Vorteile erfahren möchtest, können wir dir diesen Blogbeitrag empfehlen.

Wie sieht es mit Kurzarbeitergeld in der Zeitarbeit aus?

Wenn du über eine Zeitarbeitsfirma beschäftigt bist und aufgrund der Corona-Krise ebenfalls von der Kurzarbeit betroffen bist, erhältst du, wie in einem üblichen Angestelltenverhältnis auch, Kurzarbeitergeld. Dies gilt mit einer Befristung bis Ende 2020.

Wer zahlt das Kurzarbeitergeld in der Zeitarbeit?

Da in einem Zeitarbeitsverhältnis das Vermittlungsunternehmen der Arbeitgeber ist, zahlt dieses auch das Kurzarbeitergeld an die Arbeitnehmer. Allerdings kann es durch diese Form des Arbeitsverhältnisses dazu kommen, dass es mehrere Leihunternehmen innerhalb einer kurzen Zeitspanne gibt. Außerdem gibt es zwischen dem Arbeitsplatzwechsel in vielen Fällen auch eine sogenannte verleihfreie Zeit. Aus diesem Grund ist es so, dass für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes das durchschnittliche Gehalt der letzten drei Monate vor dem Beginn der Kurzarbeit zugrunde gelegt wird. Dabei wird das Soll-Entgelt betrachtet, also der Bruttoarbeitslohn, den die betroffenen Arbeitnehmer im Normalfall verdient hätten. Zu beachten gilt allerdings, dass Einmalzahlungen nicht einbezogen werden, wenn das Soll-Entgelt berechnet wird. Auch Auszahlungen für Mehrarbeit werden abgezogen.

Es geht ganz langsam wieder bergauf mit Hamburgs Gastronomie in Zeiten von Corona. © Shutterstock, David Tadevosian
Definitiv einen Besuch Wert: Hamburg ist für seine Kneipenszene und vielfältigen gastronomischen Angebote bekannt. © Shutterstock, David Tadevosian

Die Hamburger Gastronomie und der Weg aus der Corona-Krise

Wie bereits erwähnt, gehört die Gastronomie zu den Branchen, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind. Wir von mega3 vermitteln schon seit vielen Jahren Jobs in der Gastronomie, weshalb uns die aktuelle Entwicklung und der Weg aus der Krise sehr am Herzen liegen. Unsere schöne Hansestadt Hamburg ist dabei nicht nur für seine Kneipenszene bekannt, sondern auch für eine große Vielfalt an internationalen Restaurants. Seit dem 13. Mai ist es gastronomischen Betrieben glücklicherweise wieder erlaubt, unter bestimmten Voraussetzungen zu öffnen. Hier erfährst du mehr darüber, wie es gelingen soll, Gesundheit und Genuss in der Gastronomie unter einen Hut zu bekommen.

mega3: dein Partner für einen beruflichen Neuanfang

Wir von mega3 sind nicht nur die richtigen Ansprechpartner, wenn es darum geht, für dich einen neuen, maßgeschneiderten Job in der Gastronomie zu finden. Da unsere drei Gründerinnen neben der Gastronomie auch Erfahrung in der Pädagogik beziehungsweise Medizin und Pflege mitbringen, haben wir auch in diesen Bereichen die nötige Expertise. Nachdem auch die Pädaogogik anfangs schwer von der Corona-Krise getroffen wurde, geht es in diesem Bereich ebenfalls wieder bergauf und wir freuen uns, dich bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle unterstützen zu können. Hier findest du unsere aktuellen Stellenangebote für alle drei Bereiche.

Beitragsbild: © Shutterstock, David Tadevosian

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