Social Media Recruiting Definition kurz erklärt
Social Media Recruiting bezeichnet die Personalgewinnung über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder LinkedIn. Unternehmen nutzen Beiträge, bezahlte Anzeigen und persönliche Nachrichten, um potenzielle Mitarbeitende auf sich aufmerksam zu machen und Bewerbungen zu gewinnen. Damit erreichen sie auch Menschen, die gerade nicht aktiv nach einer Stelle suchen, aber für einen passenden Jobwechsel offen sind.
Sind Social Recruiting und Social Media Recruiting dasselbe?
Im Recruiting-Alltag werden beide Begriffe häufig gleich verwendet. Gemeint ist meist die Mitarbeitergewinnung über soziale Netzwerke. Eine verbindliche Abgrenzung gibt es jedoch nicht. Wenn eine Agentur „Social Recruiting“ anbietet, lohnt sich deshalb die Frage: Sind damit Werbeanzeigen, regelmäßige Beiträge, persönliche Kandidatenansprache oder eine Kombination gemeint?
Welche Formen von Social Media Recruiting gibt es?
Grundsätzlich lassen sich drei Wege unterscheiden:
| Form | Einfach erklärt | Beispiel |
|---|---|---|
| Organische Beiträge | Ein Unternehmen veröffentlicht Inhalte auf seinem Profil, ohne für die Ausspielung zu bezahlen. | Ein Teamvideo mit Hinweis auf eine offene Stelle |
| Bezahlte Anzeigen | Ein Unternehmen setzt Werbebudget ein, um seine Stellenangebote sichtbarer zu machen. | Eine Instagram-Anzeige für eine gesuchte MFA |
| Persönliche Direktansprache | Ein Recruiter kontaktiert einzelne potenzielle Kandidaten. | Eine individuelle Nachricht auf LinkedIn |
Die Direktansprache wird auch Active Sourcing genannt. Findet sie über soziale Netzwerke statt, kann sie Teil des Social Media Recruitings sein.
Einblicke in Team und Arbeitsalltag unterstützen außerdem die Arbeitgebermarke. Diese Arbeitgeberkommunikation wird als Employer Branding bezeichnet.
Wie funktioniert Social Recruiting? Ein einfaches Beispiel
Eine Arztpraxis sucht eine Medizinische Fachangestellte. Statt nur eine Stellenanzeige auf einer Jobbörse zu veröffentlichen, schaltet sie zusätzlich eine Anzeige auf Facebook und Instagram. Die Anzeige zeigt die Praxis und nennt konkrete Gründe für einen Wechsel — beispielsweise geregelte Arbeitszeiten, Fortbildungen oder ein attraktives Gehalt, sofern die Praxis diese tatsächlich bietet.
Eine interessierte MFA entdeckt die Anzeige beim Scrollen und klickt darauf. Auf einer mobilen Bewerbungsseite erfährt sie mehr über die Stelle und beantwortet einige Fragen zu ihren Voraussetzungen. Anschließend hinterlässt sie ihre Kontaktdaten, die zusammen mit allen Angaben bei der Arztpraxis im Postfach landen. Die Praxis nimmt Kontakt auf, prüft die fachliche Eignung und vereinbart gegebenenfalls ein Gespräch.
Wichtig: Ein Bewerbungskontakt ist natürlich noch keine Einstellung.
Was unterscheidet Social Recruiting von einer Jobbörse?
Auf einer Jobbörse suchen Bewerberinnen und Bewerber gezielt nach offenen Stellen und begeben sich aktiv auf die Suche. Beim Social Recruiting hingegen können sie einem Stellenangebot auch begegnen, während sie sich mit anderen Inhalten beschäftigen – die Anzeige erscheint bspw. im Feed bei Instagram. Das erweitert die Möglichkeiten der Ansprache und erschließt gänzlich neue Personengruppen. Es bedeutet aber nicht, dass jede erreichte Person wechselbereit ist oder zur Stelle passt.
Beide Wege können sich ergänzen: Eine Jobbörse erreicht aktiv Suchende, soziale Netzwerke schaffen zusätzliche Kontaktmöglichkeiten.
Welche Vorteile und Grenzen hat Social Recruiting?
Social Media Recruiting kann Arbeitgebern helfen,
- auch Menschen außerhalb der aktiven Jobsuche zu erreichen,
- Arbeitsbedingungen und Team anschaulich zu zeigen,
- den ersten Bewerbungskontakt zu vereinfachen.
Erfolg entsteht allerdings nicht allein durch Reichweite. Das Angebot muss zur Zielgruppe passen, Bewerbungen müssen geprüft und Interessenten zeitnah kontaktiert werden, ansonsten kann ein gezieltes Social Recruiting nie seine ganze Kraft entfalten. Außerdem sollten Sie stets beachten, dass eine hohe Zahl an Klicks oder Kontakten sagt deshalb noch wenig darüber aus, wie viele geeignete Mitarbeitende gewonnen werden.
Was kostet Social Media Recruiting?
Bei bezahlten Kampagnen entstehen Werbekosten, die an den Werbetreibenden (z.B. meta) weitergegeben werden. Hinzu kommen je nach Umsetzung noch Ausgaben für Agenturleistungen: Anzeigen, Bewerbungsseite, Betreuung etc.
Wie sich diese Bestandteile genau zusammensetzen, erklären wir im Beitrag zu den Social Recruiting Kosten und der Budgetplanung.
Wie können Sie Social Recruiting für Ihre Stelle nutzen?
Sie möchten wissen, ob sich Ihre offene Position über Facebook oder Instagram bewerben lässt?
Bei mega3 besprechen wir mit Ihnen die gesuchte Qualifikation, den Standort und Ihr Arbeitgeberangebot. Daraus entwickeln wir einen Vorschlag für die Ansprache und den Bewerbungsprozess.
Erfahren Sie mehr über die Leistungen unserer Social Recruiting Agentur oder besprechen Sie Ihre offene Stelle mit uns.