Personal für die Gastronomie finden, ist für viele Betriebe zu einer dauerhaften Herausforderung geworden. Ganz egal, ob Restaurant, Café, Hotel, Catering, Betriebskantine oder Bar: Wenn Servicekräfte fehlen, in der Küche Unterbesetzung herrscht oder kurzfristige Ausfälle dazukommen, leidet schnell der gesamte Betrieb. Offene Schichten, überlastete Teams und sinkende Servicequalität sind oft die direkte und spürbare Folge. Die Suche nach passenden Mitarbeitenden bleibt für viele Gastro-Betriebe eine echte Dauerbaustelle. Der DEHOGA nennt die Arbeits- und Fachkräftesicherung eine der drängendsten Zukunftsaufgaben der Branche.
Veränderte Erwartungshaltung bei den Gastronomen
Doch es gibt gute Nachrichten: Es gibt sie noch – Menschen, die in der Gastronomie arbeiten möchten. Allerdings hat sich durch diesen Umstand auch die Erwartungshaltung verändert und Bedingungen, die früher noch als Standard galten, werden heute nicht mehr akzeptiert. Wer heute also erfolgreich Personal für die Gastronomie finden und dieses Personal auch halten möchte, benötigt mehr als eine klassische Stellenanzeige oder einen Aushang an der Eingangstür. Entscheidend sind heute ein attraktives Gesamtpaket, das gut zum Leben der Mitarbeiter passt. Außerdem setzt es auch bereits schon vorher an und die richtigen Recruiting-Kanäle und ein Bewerbungsprozess, der schnell, mobil und unkompliziert funktioniert gehören inzwischen zum guten Ton.
In diesem Beitrag bekommst du 11 praxiserprobte Strategien, mit denen du Personal für die Gastronomie finden- und mehr passende Bewerbungen erhalten kannst. Und damit legst du den Grundstein für ein langfristig stabiles Team – also legen wir los!
Kurz zusammengefasst: Wie findet man heute Personal für die Gastronomie?
Damit du schon einmal eine kurze Übersicht hast, wie die Mitarbeitergewinnung in der Gastronomie am schnellsten funktioniert. Meist ist es eine Kombination aus:
- einem attraktiven und glaubwürdigen (!) Arbeitgeberangebot,
- einer Stellenanzeige mit klaren Benefits und einem hohen Bewerbernutzen,
- Gezielte Ausspielung deiner Stellen durch Social Media Recruiting,
- schnellen Reaktionszeiten und ein persönlicher Bewerbungsprozess,
- Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk,
- und bei akutem Bedarf einer flexiblen Überbrückung, zum Beispiel über Zeitarbeit für die Gastronomie.
Welche Methode für dich konkret am besten funktioniert, hängt vor allem von drei Faktoren ab: Welche Position du suchst, in welcher Region und mit welcher Dringlichkeit. Denn Servicekräfte, Küchenhilfen, Köche, Caterer und Führungskräfte erreichst du oft über unterschiedliche Wege.

Personal für die Gastronomie zu finden: Warum es so schwer ist…
Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Viele Betriebe konkurrieren gleichzeitig um dieselben Kandidaten. Dazu kommen unregelmäßige Arbeitszeiten, hohe Belastung im Alltag und eine größere Sensibilität von Bewerbern für Themen wie Planbarkeit, Führungsstil, Work-Life-Balance und Wertschätzung.
Wer heute Mitarbeiter für die Gastronomie finden will, muss daher anders denken als früher. Sichtbarkeit allein reicht nicht mehr. Erfolgreiche Betriebe beantworten schon in der Ansprache die Fragen, die Bewerber wirklich interessieren:
- Was verdiene ich und welche Benefits werden mir geboten?
- Wie planbar sind meine Arbeitszeiten?
- Wie ist das Trinkgeld geregelt?
- Wie läuft die Einarbeitung und das Onboarding ab?
- Wie schnell bekomme ich Rückmeldung?
- Wie ist die Stimmung im Team?
- Welche Entwicklungsmöglichkeiten habe ich konkret?
Genau diese Punkte entscheiden oft darüber, ob sich jemand bewirbt oder weiterscrollt. Ganz wichtig an dieser Stelle: Du musst nicht das höchste Gehalt oder die besten Benefits anbieten, sondern hier punktest du häufig mit Transparenz und klarer Abgrenzung zu deinem Mitbewerb.
Wie und wo findet man Personal für die Gastronomie am schnellsten?
Wenn du kurzfristig Personal für die Gastronomie finden willst, funktionieren meist nicht alle Kanäle immer gleich gut. In der Praxis sind diese Wege oft besonders wirksam:
- Social Media Recruiting in der Gastronomie für Reichweite und gezielte Ausspielung an passende Kandidaten
- Mitarbeiterempfehlungen für schnelle, vertrauensbasierte Kontakte
- Kleinanzeigen und lokale Communities für kurzfristig verfügbare Kräfte
- Zeitarbeit für die Gastronomie zur schnellen Überbrückung von Engpässen, aber auch für längere Vertretungen
- Active Sourcing für erfahrene Fach- und Führungskräfte
- Branchenportale für Grundsichtbarkeit und aktive Jobsucher
Wichtig ist: Nicht jeder Kanal passt zu jeder Rolle. Wer einen Koch, eine Restaurantleitung oder kurzfristige Eventkräfte sucht, kann natürlich auch ganz individuell vorgehen.
11 Strategien für mehr Bewerbungen
1) Ein Arbeitgeberangebot schaffen, das im Alltag spürbar ist
Die Gastronomie ist anspruchsvoll und natürlich und deine Bewerber wissen das natürlich auch, daher benötigst du ein Angebot, das nicht nur gut klingt, sondern im Alltag wirklich einen Unterschied macht. Die genaue Frage lautet also für dich als Inhaber oder Personalverantwortlicher: Warum sollte jemand genau bei dir arbeiten und nicht beim Betrieb nebenan?
Daher hier mal ein wenig Inspiration für Benefits, die in der Gastronomie oft besonders stark wirken:
- planbare Dienstpläne,
- feste freie Tage (z.B. Wochenende) oder Wunschdienste,
- faire und transparente Trinkgeldregelung,
- geregelter Umgang mit Überstunden,
- strukturierte Einarbeitung,
- Weiterbildungsmöglichkeiten,
- Zuschüsse für Mobilität oder Fahrtkosten,
- respektvolle Führung und klare Abläufe.
Wichtig ist dabei vor allem die Glaubwürdigkeit. Versprich´ daher nur, was du auch in deinem Betrieb und im „echten Leben“ tatsächlich halten kannst. Authentische Vorteile bringen dir meist bessere Bewerbungen und helfen gleichzeitig, Fluktuation zu reduzieren.
2) Die Stellenanzeige konsequent auf deine Bewerber zuschneiden
Viele Stellenanzeigen in der Gastronomie klingen total austauschbar. Sie beschreiben den Betrieb ausführlich, aber richten sich nicht an den einzelnen Bewerber. Und sind wir mal ehrlich: Wer möchte schon die komplette Betriebsgeschichte hören? Deine Bewerber wollen die konkreten Vorteile des Jobs kennenlernen und dies am besten direkt auf einen Blick. Denn Bewerber entscheiden häufig in wenigen Sekunden, ob sie weiterlesen.
Wenn du also Personal für die Gastronomie finden möchtest, solltest du in einer guten Job-Anzeige möglichst früh die wichtigsten Fragen beantworten:
- Was verdiene ich oder nach welchem Modell werde ich bezahlt?
- Wie sehen Schichten und Arbeitszeiten aus?
- Wie planbar ist der Job?
- Wie ist Trinkgeld geregelt?
- Wie läuft die Einarbeitung?
- Wie schnell bekomme ich eine Rückmeldung?
Daher ist eine praxistaugliche Reihenfolge für deine optimale Job-Anzeige:
- Die wichtigsten Vorteile und Benefits stehen ganz oben, damit deine Bewerber wissen, was sie bekommen.
- Dann folgen Aufgaben und Schichtmodell, damit die Bewerber sehen, ob dies zu ihrem Leben passt.
- Anschließend wollen sie die realistischen Anforderungen sehen, um zu wissen, ob es vom Jobprofil stimmig ist.
- Wenn alles passt, sollte ein möglichst einfacher Bewerbungsweg folgen, der über das Smartphone leicht durchführbar ist.
Statt allgemein in deinen Jobanzeigen zu schreiben „Wir bieten ein tolles Team“, wirkt ein konkreter Nutzen für den Bewerber fast immer stärker. Zum Beispiel: „Dienstpläne 2 Wochen im Voraus“, „feste freie Sonntage im Wechsel“ oder „Bewerbung ohne Lebenslauf in nur 60 Sekunden“. Solche Sätze können wirklich „catchen“ und dem Bewerber einen klaren Nutzen vermitteln.
3) Die Bewerbung maximal einfach und mobiloptimiert machen
Viele Bewerber springen nicht etwa ab, weil der Job unattraktiv ist, sondern weil der Bewerbungsprozess zu umständlich ist. Dies sehen wir tagtäglich bei unseren Kunden im Social Media Recruiting, wo die Reduktion von kleinen Schwellen oder Reibung bereits entscheidend sein können. Und gerade in der Gastronomie ist diese Schwelle oft entscheidend über den Absprung eines Bewerbers oder einer erfolgreich abgeschickten Bewerbung. Denn wer in der Bahn unterwegs ist oder schon in einem Job arbeitet, möchte sich schnell und unkompliziert bewerben können.
Was den Bewerbungsprozess deutlich verbessert:
- Eine Bewerbung ohne Anschreiben (heute häufig schon Standard),
- optional ohne Lebenslauf beim Erstkontakt,
- mobil optimiertes Formular, damit der Bewerber nicht scrollen muss oder Felder verschwinden,
- Kontakt per WhatsApp oder Telefon,
- wenige Pflichtfelder,
- klare Rückmeldung zum nächsten Schritt.
Wenn du Personal für die Gastronomie finden möchtest, gilt: Je einfacher der Einstieg, desto mehr Bewerbungen kommen meist rein. Und das ist ja auch per se nicht schlimm, da die eigentliche Auswahl später noch qualifiziert erfolgen kann. Im ersten Schritt geht es darum, Kontaktchancen nicht unnötig zu verlieren.
4) Social Media Recruiting nutzen, um passive Kandidaten zu erreichen
Wer heute wirklich schnell und zuverlässig Personal für die Gastronomie finden möchte, kommt an Social Media kaum vorbei. Außerdem suchen viele passende Kandidaten nicht mehr aktiv auf Jobportalen, sind aber grundsätzlich offen für einen Wechsel, wenn sie ein überzeugendes Angebot sehen. Da kommen Social Media Plattformen ins Spiel. Insbesondere das Recruiting über Social Media.
Besonders wichtig sind bei einem gut aufgesetzten Social Media Recruiting:
- Wenn du über diese verfügst: Authentische Einblicke mit selbstgemachten Fotos statt „glatter“ Stockfotos,
- eine klare Botschaft mit echtem Bewerbernutzen (s. Strategie Nr. 2),
- eine einfache mobile Bewerbung ohne große Hürden,
- eine schnelle Reaktion von euch oder durch automatisiertes Mailing direkt nach Eingang der Bewerbung.
Hinzu kommt, dass guter Social-Recruiting-Content zeigt nicht nur den Arbeitsplatz, sondern beantwortet indirekt die Frage: Warum lohnt sich dieser Job für mich?
Zum Beispiel dadurch, dass das Team oder die Stimmung gezeigt wird. Oder etwa die Planbarkeit in den Vordergrund gestellt werden. Aber auch bereits beschriebene Punkte, wie z.B.:
- Trinkgeldmodell,
- Entwicklungsmöglichkeiten,
- faire Führung,
- moderner Arbeitsplatz,
- klare Rollen im Team.
Wenn du diesen Weg professionell aufsetzen willst, solltest du aber auch über passende Grafiken, einem spezialisierten Funnel und genügend Zeit verfügen. Wenn du bei diesem Vorgehen Unterstützung benötigst, können wir dir gern bei all dem helfen durch unser spezialisiertes Social Media Recruiting für die Gastronomie.

5) Active Sourcing einsetzen, statt nur auf Bewerbungen zu warten
Gerade bei erfahrenen Fachkräften oder Leitungsrollen reicht es oft nicht aus, lediglich eine Anzeige zu veröffentlichen. Denn viele geeignete Kandidaten (z.B. Betriebsleiter) bewerben sich nicht aktiv, wären aber grundsätzlich wechselbereit. Genau hier hilft das Active Sourcing.
Geeignete Kanäle für Active Sourcing sind:
- LinkedIn,
- Xing,
- Instagram-Kontakte,
- Generell Kontakte, über die man sich „umhört“.
Dabei gilt für eine gute Ansprache, dass diese persönlich ist und nicht über einen „Copy-Paste-Text“. Außerdem sollte sie direkt, kurz und konkret sein und einen Bezug zu der Person und ihren bisherigen Erfahrungen aufbauen. Am besten fühlt es sich nicht nach „Headhunting“ an, sondern eher nach einer natürlichen Unterhaltung. Aber hierin liegt eine große Kunst.
Und merke dir: Eine gute erste Nachricht ist keine Mini-Stellenanzeige, sondern eher eine Einladung zum unkomplizierten Austausch.
Hier ein Beispiel:
„Hallo [Name], mir ist deine Erfahrung im Service / in der Küche aufgefallen. Wir suchen aktuell Verstärkung für [Rolle] und bieten unter anderem [2 konkrete Vorteile]. Falls das grundsätzlich interessant ist, können wir uns gern ganz unkompliziert per Telefon oder WhatsApp austauschen.“
Mit einer solchen Nachricht wirfst du sprichwörtlich den Köder aus und anschließend sollte im besten Fall ein normaler, netter Austausch entstehen.
6) Branchenportale, Jobbörsen und Kleinanzeigen gezielt nutzen
Auch wenn viele Betriebe sich inzwischen stark auf Social Media konzentrieren, bleiben Stellenportale wichtig. Sie sorgen für Grundsichtbarkeit und erreichen Menschen, die bereits aktiv suchen. Wir merken zusätzlich auch immer Ausbreitungseffekte, da viele Bewerber auf einem Branchenportal die entsprechenden Anzeigen sieht und sich anschließend auf der Website des Unternehmens genauer informiert und dann auch bewirbt.
Je nach Position können folgende Portale sinnvoll sein:
- Branchenportale wie Hotelcareer oder Hogapage,
- große Jobbörsen,
- Kleinanzeigen,
- regionale Stellenmärkte.
Bei diesen Portalen ist nicht nur entscheidend, ob du dort inserierst, sondern wie. Denn eine schlechte Anzeige bleibt auch auf dem besten Portal schwach. Deshalb sollte jede Veröffentlichung auf denselben starken Grundlagen basieren:
- klare Headlines,
- konkrete Vorteile,
- einfache Bewerbung,
- mobile Lesbarkeit,
- realistisches Anforderungsprofil.
Für mehrere offene Rollen lohnt es sich, Vorlagen zu entwickeln – das macht deine Stellen einheitlich und somit für dich leichter zu managen. Außerdem verleiht es ihnen Wiedererkennungswert, wenn du dein eigenes Wording entwickelt hast.

7) Mitarbeiterempfehlungen systematisch aufbauen
Personal für die Gastronomie finden kann trotz vieler moderner Maßnahmen schwierig sein und kostet natürlich in vielen Fällen (Schalten auf Jobbörsen oder über Social Media) Budget und Zeit. Hier können Empfehlungen oft extrem helfen und sehr wertvoll sein. Denn wie man so schön sagt: gute Leute kennen andere gute Leute. Und auch wenn dies bekannt ist, wird dieses Potenzial in vielen Betrieben nicht aktiv genutzt.
Was an dieser Stelle gut funktioniert:
- eine klare ausgesprochene „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“-Prämie,
- einfache Weiterempfehlung per Link oder Kontakt (gern per Whatsapp genutzt),
- häufige Kommunikation im Team zu dieser Prämie,
- Bonus nach bestandener Probezeit,
- kleine Belohnungen statt komplizierter Modelle.
Wichtig ist, Empfehlungen nicht dem Zufall zu überlassen. Wenn dein Team weiß, wen ihr sucht, welche Vorteile ihr bietet und wie eine Empfehlung abläuft, steigt die Chance auf passende Kontakte deutlich. Außerdem sind diese Empfehlungsprogramme im ersten Step immer kostenfrei und müssen nur kommuniziert werden.
8) Lokale Netzwerke, Schulen und Kooperationen nutzen
Personal für die Gastronomie finden muss nicht immer digital starten. Gerade als regional arbeitender Gastronomiebetrieb kannst du oft von lokalen Partnerschaften profitieren.
Personal für die Gastronomie finden kannst du besonders gut über folgende Möglichkeiten:
- Berufsschulen,
- Hotelfachschulen,
- Träger und Bildungspartner,
- Vereine,
- lokale Netzwerke,
- Stadtteilgruppen,
- Event- und Veranstalterkontakte.
Solche Kooperationen sind vor allem dann interessant, wenn du regelmäßig Personalbedarf hast und dir langfristig einen Zufluss an Bewerbern aufbauen willst. Denn hier gilt: Schlechte Kontakte sind nur die, die man nicht hat. Besonders für Ausbildungsplätze, Einstiegsrollen und wiederkehrende Bedarfe ist das ein stabiler Hebel.
9) Quereinsteiger gezielt ansprechen
Viele Betriebe suchen zu eng und verlieren dadurch gute Kandidaten. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel kann es sinnvoll sein, nicht nur nach perfekt passenden Lebensläufen zu suchen, sondern nach Menschen mit Haltung, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit.
Quereinsteiger können hier besonders eingesetzt werden:
- Service,
- Theke,
- Frühstücksservice,
- Vorbereitung,
- Support im Küchenbereich,
- Eventeinsätzen.
Wichtig ist hier aber natürlich für dich:
- Dass es realistische Anforderungsprofile gibt,
- eine gute und ausführliche Einarbeitung stattfindet,
- klare Prozesse feststehen,
- feste Ansprechpartner gegeben sind.
Wenn du Quereinsteiger bewusst einplanst, vergrößerst du deinen Kandidatenpool oft erheblich und wer weiß, vielleicht begegnet dir hier ja ganz unerwartet dein neuer Top-Kandidat oder Top-Kandidatin.
10) Zeitarbeit nutzen, um akute Engpässe schnell zu überbrücken
Wenn kurzfristig Schichten offen bleiben, Ausfälle kompensiert werden müssen oder Saisonspitzen anstehen, ist Zeitarbeit für viele Betriebe ein sinnvoller Weg. Der größte Vorteil liegt in der schnellen Entlastung des Stammteams und der Stabilisierung des Tagesgeschäfts.
Zeitarbeit ist besonders hilfreich bei:
- Krankheitsbedingten Ausfällen,
- Events mit hohem Personalbedarf,
- saisonalen Peaks,
- kurzfristigem Mehrbedarf,
- personellen Lücken in Service, Küche oder Bar.
Die Vorteile in der Zeitarbeit liegen in einer schnellen Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, mehr Flexibilität für deinen Betrieb und Entlastung für dein Kernteam.
Wenn du also kurzfristig Personal für die Gastronomie finden musst, ist Zeitarbeit in der Gastronomie meist einer der direktesten- und unkompliziertesten Wege in der Personalgewinnung.
11) Reaktionszeit verkürzen und Bewerber nicht versanden lassen
Ein häufiger Fehler in der Mitarbeitergewinnung in der Gastronomie ist eine zu langsame Rückmeldung. Oder ein versanden des Kontakts mit den Bewerbern. Und denke dran: wer sich bei dir bewirbt, hat oft parallel noch andere Optionen. Das heißt: Wenn du erst nach mehreren Tagen reagierst, ist der Kontakt häufig schon verloren und arbeitet schon bei der Konkurrenz.
Daher haben sich auch nach unserer Erfahrung folgende Grundsätze bewährt:
- Gib bereits eine erste Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden, damit der Bewerber auch weiß, dass seine Bewerbung angekommen ist.
- Eine kurze Bestätigung direkt nach Bewerbung in Form einer automatischen Antwortmail ist auch schon absoluter Standard.
- Versuche möglichst schnell einen Termin für ein persönliches Kennenlernen zu vergeben.
- Gib dem Bewerber ganz klare nächste Schritte vor, damit dieser weiß, was passiert und wann du dich zurückmeldest.
Gerade bei gefragten Rollen ist Geschwindigkeit ein echter Wettbewerbsvorteil. Oft gewinnt nicht der Betrieb mit der schönsten Anzeige, sondern der, der schnell und klar reagiert.
Welche Methode funktioniert für welche Position?
Nicht jeder Kanal ist für jede Rolle gleich stark. Deshalb lohnt es sich, die Suche nach Position zu unterscheiden.
Servicekräfte finden
Für Servicekräfte funktionieren oft besonders gut:
- Social Media Recruiting,
- Kleinanzeigen,
- Mitarbeiterempfehlungen,
- lokale Gruppen,
- mobile Schnellbewerbungen.
Hier sind Schnelligkeit, Teamgefühl, Planbarkeit und Trinkgeldregelung oft besonders relevante Argumente.
Köche und Küchenpersonal finden
Bei Köchen und Küchenpersonal sind oft wichtig:
- Active Sourcing,
- Branchenkontakte,
- Empfehlungen,
- spezialisierte Portale,
- attraktive Rahmenbedingungen,
- klare Küchenstruktur und Führung.
Gerade in der Küche sind Arbeitsbedingungen, Organisation und Verlässlichkeit häufig entscheidender als allgemeine Werbephrasen.
Barpersonal finden
Für Barpersonal helfen oft:
- Social Media,
- persönliches Netzwerk,
- Empfehlungen,
- lokale Gastro-Communities,
- Eventnetzwerke.
Hier kann es sinnvoll sein, Spezialisierungen wie Cocktailbar, Club, Hotelbar oder Eventbar in der Ansprache konkret zu nennen.
Führungskräfte finden
Für Restaurantleitungen, Küchenchefs oder operative Leitungsrollen funktionieren meist besser:
- Active Sourcing,
- LinkedIn/Xing,
- persönliche Ansprache,
- Netzwerk,
- spezialisierte Direktansprache.
Bei Führungskräften zählen neben Gehalt und Aufgabe besonders Verantwortungsrahmen, Teamstruktur, Entwicklungsperspektiven und Entscheidungsspielräume.
Fazit
Personal für die Gastronomie finden – das funktioniert heute deutlich anders als noch vor einigen Jahren. In unserer täglichen Praxis zeigt sich immer wieder: Nicht der Betrieb mit den größten Versprechen gewinnt die meisten passenden Bewerbungen, sondern der, der sein Arbeitgeberangebot ehrlich, sichtbar und bewerberorientiert kommuniziert. Insbesondere auf digitalen Kanälen zählt schon lange kein Hochglanz mehr, sondern echte Authentizität. Wer klare Vorteile bietet, schnell reagiert, mobile Bewerbungswege schafft und die richtigen Kanäle nutzt, verbessert seine Chancen auf qualifizierte Bewerbungen spürbar.
Gerade in der Gastronomie entscheiden oft nicht nur Gehalt oder Jobtitel, sondern Planbarkeit, Wertschätzung, Teamkultur und ein verlässlicher Bewerbungsprozess. Deshalb ist erfolgreiche Mitarbeitergewinnung heute fast immer eine Kombination aus attraktivem Arbeitgeberauftritt, klarer Stellenkommunikation, Social Media Recruiting, Empfehlungen und – wenn es schnell gehen muss – flexiblen Lösungen wie Zeitarbeit. Entscheidend ist am Ende nicht, möglichst viele Maßnahmen parallel zu starten, sondern die passenden Hebel konsequent und glaubwürdig umzusetzen. So entstehen nicht nur mehr Bewerbungen, sondern langfristig auch stabilere Teams.



