Autor: Max Palma
Unbesetzte Stellen sind teuer!
Eine offene Stelle kostet Geld – auch dann, wenn Sie zunächst gar nichts für die Personalsuche ausgeben.
Denn während die Stelle unbesetzt bleibt, müssen andere Mitarbeitende zusätzliche Aufgaben übernehmen, Aufträge verzögern sich oder vorhandene Plätze und Kapazitäten können nicht vollständig genutzt werden. Gerade in der Pflege, Pädagogik, Gastronomie oder im Handwerk kann das schnell teuer werden.
Wenn Sie genau wissen wollen, wie hoch die Kosten Ihrer unbesetzten Stelle sind, finden sie hier einen Rechner dafür.

Das Recruiting muss zur offenen Stelle passen
Auch wenn offene Stellen grundsätzlich teuer sind, ist es natürlich nicht sinnvoll, wahllos Geld in Stellenanzeigen oder Recruiting-Kampagnen zu investieren. Denn entscheidend ist, welcher Recruiting-Weg zu Ihrer offenen Position passt.
In diesem Beitrag vergleichen wir deshalb die Recruiting-Kosten der wichtigsten Möglichkeiten zur Mitarbeitergewinnung – verständlich, transparent und mit konkreten Kostenbeispielen.
Recruiting-Kosten im schnellen Überblick:
| Recruiting-Methode | Typische Kosten | Abrechnung |
|---|---|---|
| Jobbörse | etwa 400–1.500 € pro Anzeige | unabhängig vom Erfolg |
| Personalvermittlung | häufig 15–30 % des Jahresbruttogehalts oder vereinbarter Festpreis | meistens nur bei Einstellung |
| Headhunter | häufig 20–35 % des Jahresbruttogehalts | je nach Modell bei Beauftragung oder Einstellung |
| Social Media Recruiting | Agenturhonorar plus Werbebudget | monatlich und unabhängig von einer Einstellung |
| Zeitarbeit | vereinbarter Verrechnungssatz pro Arbeitsstunde | nach tatsächlich geleisteten Stunden |
Die Beträge sind marktübliche Orientierungswerte. Die tatsächlichen Kosten hängen natürlich von Position, Region, Qualifikation, Wettbewerb und Dringlichkeit ab. Somit sind die dargestellten Werte nur Schätzungen.
Wichtig ist: Die günstigste Methode ist nicht automatisch die wirtschaftlichste. Eine Stellenanzeige für 600 Euro bringt wenig, wenn sie keine geeigneten Bewerbungen erzeugt und die Stelle weitere drei Monate unbesetzt bleibt.

1. Was kostet eine Stellenanzeige auf einer Jobbörse?
Klassische Jobbörsen sind häufig der erste Weg, wenn eine Stelle neu ausgeschrieben wird. Je nach Anbieter, Laufzeit und Zusatzleistungen kostet eine Anzeige meist zwischen 400 und 1.500 Euro. Zusätzliche Hervorhebungen, eine bessere Platzierung oder die Veröffentlichung auf mehreren Portalen können die Kosten weiter erhöhen.
Der Vorteil: Eine Stellenanzeige lässt sich vergleichsweise schnell veröffentlichen und erreicht Menschen, die bereits aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz suchen.
Der Nachteil: Gerade bei gefragten Fachkräften ist diese Gruppe häufig klein. Pflegefachkräfte, Erzieher, medizinische Fachangestellte oder Handwerker sind oftmals bereits beschäftigt und besuchen nicht regelmäßig eine Jobbörse.
Bleiben die Bewerbungen aus, wird die Anzeige häufig verlängert oder auf weiteren Portalen veröffentlicht. Aus einer zunächst günstigen Stellenanzeige können so schnell Kosten von mehreren Tausend Euro entstehen – ohne Garantie auf eine Einstellung.
In diesen Fällen eignet sich eine Jobbörse besonders:
- Ihre Stelle eine große Zahl aktiv suchender Bewerber anspricht,
- Ihr Unternehmen bereits als attraktiver Arbeitgeber bekannt ist,
- die Position nicht extrem schwer zu besetzen ist,
- und Sie intern ausreichend Zeit für Sichtung und Bewerberkommunikation haben.

2. Was kostet eine Personalvermittlung?
Bei einer Personalvermittlung übernimmt ein externer Personaldienstleister die Suche und Vorauswahl geeigneter Kandidaten. Die ausgewählte Person wird anschließend direkt bei Ihrem Unternehmen fest angestellt.
Viele Personalvermittlungen arbeiten erfolgsbasiert. Das bedeutet: Eine Vermittlungsgebühr wird erst fällig, wenn tatsächlich eine Einstellung zustande kommt. Die Höhe für die Kosten kann als fester Betrag vereinbart werden oder sich prozentual am Jahresbruttogehalt orientieren. Marktüblich sind häufig etwa 15 bis 30 Prozent des ersten Jahresbruttogehalts.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Eine Fachkraft verdient 48.000 Euro brutto im Jahr. Bei einer Vermittlungsprovision von 20 Prozent entstehen Kosten von:
48.000 Euro × 20 Prozent = 9.600 Euro
Das klingt zunächst nach viel Geld. Dafür trägt die Personalvermittlung einen großen Teil des Suchrisikos und übernimmt je nach Anbieter:
- die Abstimmung des Anforderungsprofils,
- die Suche nach geeigneten Kandidaten,
- die erste Kontaktaufnahme,
- die Prüfung der Qualifikationen,
- die Vorauswahl,
- und die Vorstellung passender Bewerberprofile.
Personalvermittlung ist deshalb besonders interessant, wenn Sie eine konkrete Stelle dauerhaft besetzen möchten, intern wenig Zeit für die Suche haben und nur für eine erfolgreiche Vermittlung bezahlen wollen. Bei mega3 ist die Personalvermittlung in Hamburg ebenfalls erfolgsbasiert. Die genaue Vermittlungsgebühr wird abhängig von der Position und dem Anforderungsprofil vorab vereinbart.

3. Was kostet ein Headhunter?
Die Begriffe Personalvermittlung und Headhunting werden häufig gleich verwendet. In der Praxis gibt es jedoch große Unterschiede.
Ein Headhunter sucht meist sehr gezielt nach einzelnen Spezialisten, Fach- oder Führungskräften. Dabei werden geeignete Personen direkt angesprochen – auch wenn sie aktuell nicht auf Jobsuche sind.
Diese intensive Suche ist entsprechend teurer. Üblich sind Honorare von ungefähr 20 bis 35 Prozent des Jahresbruttogehalts.
Bei einem Jahresgehalt von 80.000 Euro können für Sie somit Kosten zwischen 16.000 und 28.000 Euro entstehen.
Je nach Anbieter wird dieses Honorar:
- vollständig bei erfolgreicher Einstellung,
- teilweise bereits bei Auftragserteilung,
- oder in mehreren Schritten während der Suche fällig.
Ein Headhunter kann die richtige Lösung sein, wenn Sie eine hoch spezialisierte oder vertrauliche Position besetzen möchten. Für mehrere ähnliche Fachkraftstellen sind die Recruiting-Kosten hierbei dagegen häufig vergleichsweise teuer, weil für jede einzelne Einstellung erneut eine Provision anfällt.

4. Was kostet Social Media Recruiting?
Beim Social Media Recruiting (z.B. über eine Social Media Recruiting Agentur) werden potenzielle Kandidaten über Plattformen wie Facebook oder Instagram angesprochen. Dadurch erreichen Unternehmen nicht nur aktiv Suchende, sondern auch Menschen, die grundsätzlich offen für einen Wechsel wären und gar nicht aktiv auf Jobbörsen oder Ähnlichem suchen.
Die Kosten bestehen normalerweise aus zwei Teilen:
- Agenturhonorar: für Strategie, Anzeigen, Bewerberfunnel, technische Einrichtung, Betreuung und Optimierung
- Werbebudget: für die Ausspielung der Anzeigen auf den jeweiligen Plattformen
Bei mega3 liegen die Social Media Recruiting Kosten je nach Laufzeit bei 900 bis 1.200 Euro Agenturhonorar pro Monat.
Hinzu kommt in der Regel ein monatliches Werbebudget zwischen 1.000 und 1.800 Euro. Dies hängt immer von der offenen Position und dem Wettbewerb ab.
Eine dreimonatige Kampagne mit einem Agenturhonorar von 1.200 Euro und einem Werbebudget von 1.200 Euro pro Monat kostet beispielsweise:
| Kostenpunkt | Pro Monat | Drei Monate |
|---|---|---|
| Agenturhonorar | 1.200 € | 3.600 € |
| Werbebudget | 1.200 € | 3.600 € |
| Gesamtkosten | 2.400 € | 7.200 € |
Social Media Recruiting: Mehr als nur eine Stellenanzeige
Beim Social Media Recruiting entsteht nicht nur eine einzelne Stellenanzeige. Eine professionelle Kampagne umfasst unter anderem:
- Analyse der Stelle und Zielgruppe,
- Entwicklung verschiedener Anzeigenmotive,
- Anzeigentexte und Arbeitgeberansprache,
- einen mobiloptimierten Bewerberfunnel,
- technische Einrichtung und Tracking,
- laufende A/B-Tests,
- Optimierung der Kampagne,
- und eine transparente Auswertung der Ergebnisse.
Ein wichtiger Unterschied zur Personalvermittlung: Beim Social Media Recruiting entstehen keine zusätzlichen Vermittlungsgebühren pro Einstellung. Werden also über eine Kampagne zwei oder drei Mitarbeitende eingestellt, verteilen sich die Recruiting-Kosten auf mehrere Besetzungen. Gerade bei regelmäßigem Personalbedarf kann Social Media Recruiting dadurch besonders wirtschaftlich werden.

5. Recruiting-Kosten: Vier vereinfachte Rechenbeispiele
Die folgenden Beispiele zeigen, wie stark sich die Kosten je nach Recruiting-Weg unterscheiden können. Alle Beträge dienen lediglich der Orientierung.
| Gesuchte Position | Beispiel-Jahresgehalt | Personalvermittlung bei 15–30 % | Social Recruiting über drei Monate* |
|---|---|---|---|
| Pflegefachkraft | 48.000 € | 7.200–14.400 € | etwa 7.200–9.000 € |
| Erzieher | 45.000 € | 6.750–13.500 € | etwa 7.200–9.000 € |
| Elektriker | 50.000 € | 7.500–15.000 € | etwa 7.200–9.000 € |
| Medizinische Fachangestellte | 40.000 € | 6.000–12.000 € | etwa 7.200–9.000 € |
*Beispiel auf Grundlage von 1.200 Euro Agenturhonorar und 1.200 bis 1.800 Euro Werbebudget pro Monat.
Die Zahlen zeigen: Social Recruiting ist nicht in jeder Situation automatisch günstiger.
Suchen Sie nur eine einzelne Person und möchten ausschließlich bei erfolgreicher Einstellung bezahlen, kann eine Personalvermittlung ebenfalls eine passende Lösung sein.
Möchten Sie dagegen mehrere ähnliche Positionen besetzen oder kontinuierlich Bewerbungen erhalten, ist Social Media Recruiting häufig die wirtschaftlichere Methode. Denn für weitere Einstellungen entsteht keine zusätzliche Vermittlungsprovision.

6. Welcher Recruiting-Weg passt zu welcher Stelle?
| Ausgangssituation | Häufig passende Lösung |
|---|---|
| Gut besetzbare Stelle und ausreichend aktive Bewerber | Jobbörse |
| Eine konkrete Stelle soll dauerhaft besetzt werden | Personalvermittlung |
| Hoch spezialisierte Fach- oder Führungskraft gesucht | Headhunter |
| Zu wenige Bewerbungen über klassische Stellenanzeigen | Social Media Recruiting |
| Mehrere ähnliche Stellen sollen besetzt werden | Social Media Recruiting |
| Passiv wechselbereite Fachkräfte sollen erreicht werden | Social Media Recruiting |
| Kurzfristiger Ausfall durch Krankheit oder Urlaub | Zeitarbeit |
| Personalbedarf schwankt stark | Zeitarbeit |
| Die passende Lösung ist noch unklar | Kombination verschiedener Recruiting-Wege |
Fazit: Nicht der niedrigste Preis entscheidet
Die Kosten einer Stellenanzeige lassen sich leicht vergleichen. Schwieriger ist die Frage, ob damit tatsächlich eine Einstellung erreicht wird.
Eine günstige Jobanzeige kann sinnvoll sein, wenn ausreichend Menschen aktiv nach der Position suchen. Bei schwer erreichbaren Fachkräften kann sie jedoch wirkungslos bleiben. Personalvermittlung und Headhunting kosten mehr, reduzieren dafür aber den internen Suchaufwand. Social Media Recruiting erreicht zusätzlich passive Kandidaten und kann besonders bei mehreren Einstellungen wirtschaftlich sein.
Die beste Lösung hängt deshalb immer von der konkreten Situation ab:
- Welche Position suchen Sie?
- Wie groß ist die erreichbare Zielgruppe?
- Wie dringend muss die Stelle besetzt werden?
- Benötigen Sie eine oder mehrere Einstellungen?
- Welche Recruiting-Wege haben Sie bereits ausprobiert?
mega3 ist seit über 25 Jahren in der Personaldienstleistung tätig und verbindet heute Zeitarbeit, erfolgsbasierte Personalvermittlung und professionelles Social Media Recruiting. Dadurch müssen wir Ihnen nicht pauschal eine bestimmte Methode empfehlen, sondern können gemeinsam prüfen, welcher Weg für Ihre offene Position sinnvoll und wirtschaftlich ist.
Welche Recruiting-Kosten entstehen für Ihre offene Position?
Sie möchten wissen, ob sich für Ihre Stelle eher eine Jobbörse, Personalvermittlung oder Social Media Recruiting eignet?
In einer kostenfreien Potenzial- und Kostenanalyse betrachten wir Ihre Position, Region, Zielgruppe und bisherige Personalsuche. Anschließend erhalten Sie eine ehrliche Einschätzung, welcher Recruiting-Weg zu Ihrem Bedarf passt.