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Durch Social Media Recruiting erreichst du passiv suchende Fachkräfte für deine Branche in deiner Region

Social Media Recruiting Guide 2025: Wie du die richtigen Kandidaten erreichst

HR & Recruiting

Mit Social Media Recruiting schneller passende Bewerber finden – wir zeigen dir die wichtigsten Tipps, Plattformen und Best Practices.

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Statt darauf zu warten, dass potenzielle Kandidaten deine Stellenanzeigen auf Jobportalen finden, können Unternehmen heute aktiv auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder LinkedIn nach den passenden Talenten suchen und diese dort gezielt ansprechen. Doch wie gelingt es, die richtigen Kandidaten zu erreichen und anzusprechen? In diesem Beitrag erfährst Du alle Grundlagen und Best Practices des Social Media Recruitings.

Foto von Emily Morter auf Unsplash

Definition: Was ist eigentlich Social Media Recruiting?

Zunächst einmal möchten wir uns der Frage widmen, was denn nun eigentlich Social Media Recruiting (umgangssprachlich: „social recruiting“) genau ist.

Grundsätzlich bezeichnet der Begriff Social Media Recruiting die Nutzung von Social Media Plattformen für die Personalgewinnung. Dazu werden verschiedene Kanäle genutzt, um potenzielle Kandidaten/Bewerber direkt anzusprechen, Stellenanzeigen zu verbreiten und die eigene Arbeitgebermarke zu stärken.

Hintergrund: Die Social Media Plattformen, die ursprünglich zur Kommunikation mit Freunden genutzt wurden, wurden natürlich zunehmend kommerzialisiert und zunehmend für Marketingzwecke genutzt. Durch den wachsenden Personalmangel vieler Unternehmen, kommen nun auch eine Vielzahl von Unternehmen, Recruitern oder Recruiting-Agenturen hinzu, die die Social Media Plattformen verstärkt mit Stellenangeboten bespielen. Viele Unternehmen haben inzwischen neben ihrer allgemeinen Social-Media-Präsenz einen zusätzlichen Auftritt für das Recruiting – beispielsweise eine separate Karriereseite auf Instagram, Facebook, LinkedIn oder X (ehemals Twitter).

Da jedes Unternehmen Social Media zur Personalgewinnung anders nutzt, gibt es zusammenfassend keine ganz klare Definition des Social Media Recruitments. Einige verwenden beispielsweise den Begriff Social Media Recruiting synonym mit der direkten Ansprache von möglichen Bewerbern. Somit betrachten einige diese Form des Recruiting eher im Sinne des Active Sourcings.

Social Media Recruiting ist nicht gleich Social Media Recruiting…

Neben der begrifflichen Klärung des Social Recruiting sollte auch beachtet werden, dass sich nicht jeder Social Media Recruiting-Ansatz gleicht – denn allein bei der Auswahl der Plattform gibt es große Unterschiede. So ist das Recruiting über Instagram beispielsweise grundlegend anders, als das Recruiting über das Business Netzwerk LinkedIn. Das Recruiting über facebook hingegen ähnelt sehr dem genannten Instagram-Recruiting. Und neben den großen, bekannten Plattformen existiert auch noch eine Vielzahl an kleineren, regionalen, oder branchenspezifischen Plattformen, auf denen du theoretisch auch werben kannst.

So bietet auch die Datingplattform Tinder eigene Möglichkeiten, Werbekampagnen zu schalten. Doch wer hier wirbt, sollte sich stets vor Augen führen, dass die User meist aus anderen Gründen die Plattform nutzen (im Fall von Tinder: Dating 😉) und somit auch erstmal von dir überzeugt werden müssen, um auf deine Anzeige zu klicken. Dabei hilft meist eine ordentliche Prise Humor und im Falle von Tinder vielleicht auch die Verknüpfung zu dem Thema Dating.

Um zu wissen, auf welchen Kanälen du deine Bewerber erreichst, solltest du sowohl deine Zielgruppe als auch die verschiedenen Plattformen genauer kennen. Dazu haben wir dir hier eine Liste der wichtigsten und bekanntesten Plattformen erstellt, die du zur Mitarbeitergewinnung nutzen kannst.

Foto von Mariia Shalabaieva auf Unsplash

Die Top 7 der Social Media Recruiting Kanäle

Wie bereits beschrieben: Die Auswahl an möglichen Kanälen für Social Media Recruiting ist groß. Aber mach dir keinen Druck, denn insbesondere wenn du gerade erst mit Social Media Recruitment startest, reichen zunächst für 1 oder 2 Kanäle. Du musst nicht alle Kanäle gleichzeitig bespielen und vor allem solltest du es auch nicht, denn jeder Kanal hat seine ganz eigenen Voraussetzungen und Zielgruppenansprache. Starte also lieber mit einigen wenigen Kanälen und versuche diese erfolgreich zu beherrschen, bevor du nach links und rechts schaust. Ansonsten verlierst du eventuell den Überblick oder findest neben Social Media Recruiting keine Zeit mehr für deine anderen Aufgaben.

Hier erfährst du, was die einzelnen Kanäle/Plattformen bieten, wie du mit ihnen umgehst und sie erfolgreich für dein Social Media Recruiting nutzt:

1. LinkedIn

LinkedIn ist laut eigenen Angaben „ein soziales Netzwerk zur Pflege bestehender Geschäftskontakte und zum Knüpfen von neuen geschäftlichen Verbindungen.“
(Quelle: LinkedIn)

LinkedIn bedient im Rahmen der Personalgewinnung zwei Funktionen. Zum einen kannst du über LinkedIn als Recruiter im Sinne des Active Sourcing aktiv passende Kandidaten anschreiben, oder aber auch über ein Unternehmensprofil bezahlte Werbeanzeigen schalten und auch selbst posten. Somit unterteilen wir hier in Active Sourcing und Social Media Recruiting: 

Active Sourcing über LinkedIn:

  • Pflege dein persönliches Profil als Recruiter.
  • Nutze die Filterfunktion, um die entsprechenden Kandidaten zu finden, die zu deinem Unternehmen passen.
  • Interagiere mit deinen Kontakten und ihren Beiträgen. Schreibe sinnvolle Kommentare und gehe ggf. in eine Diskussion. So bleibst du in deinem Netzwerk immer präsent.
  • Kontaktiere interessante Personen nicht mit einer Standardnachricht, sondern gehe individuell auf die Situation ein.

Social Recruiting über LinkedIn:

  • Pflege dein Unternehmensprofil und stelle dein Unternehmen attraktiv dar.
  • Poste regelmäßig (mindestens 2x wöchentlich)
  • Richte den LinkedIn-Ads Campaign Manager ein und erstelle dort deine Jobanzeigen.

2. Xing

Bei Xing handelt es sich ebenfalls um ein dediziertes Karrierenetzwerk. Doch im Gegensatz zu LinkedIn ist Xing auf den deutschsprachigen Raum beschränkt. Wir haben im Laufe der Jahre den Eindruck gewonnen, dass Xing durch viele Updates und Umstrukturierungen etwas die Richtung verloren hat. Wenn Xing für dich aber das Mittel der Wahl sein soll, sind hier unsere Tipps für das Social Media Recruiting über die deutsche Jobplattform:

  • Ähnlich wie LinkedIn ist Xing eine Stellenbörse und ein soziales Netzwerk zugleich. Du kannst Xing also für Active Sourcing und/oder Social Media Recruiting nutzen. Du hast beispielsweise die Möglichkeit, Stellenanzeigen zu veröffentlichen und sie anschließend über dein persönliches Netzwerk zu vermarkten.
  • Nutze dein Unternehmensprofil auf Xing für Employer Branding.
  • Animiere deine Kollegen über Xing, Mitarbeiter werben Mitarbeiter Aktionen zu starten.
  • Ähnlich wie bei LinkedIn kannst du über den Bewerbungsmanager von Xing (Xing Onlyfy) deine Jobanzeigen posten und diese über die Plattform veröffentlichen.

3. Facebook

Facebook ist zwar in erster Linie ein privates Netzwerk, wird aber seit Jahren zunehmend als Marketingplattform genutzt. Ob es Anzeigen (Ads) für Schuhe, Cremes, Möbel sind, oder Recruitinganzeigen für deine Social Media Recruting-Kampagne. Facebook lässt sich universell nutzen und bietet sehr gute Funktionen und in Sachen Ads ein großartiges Targeting über den meta-Pixel.

Mit diesen Tipps klappt auch dein Social Media Recruiting via Facebook:

  • Nutze Facebook als Tool, um deine Zielgruppe besser kennenzulernen. Gehe dazu beispielsweise in Jobgruppen oder schaue im Karrierekontext auf deine Mitbewerber und lerne von ihnen. 
  • Poste regelmäßig neue Inhalte und integriere auch Bilder und kurze Videos. So erreichst du mehr Aufmerksamkeit bei deiner Zielgruppe.
  • Wenn du etwas postest ist es von großer Wichtigkeit, dass es persönliche und nahbare Einblicke in dein Unternehmen sind. Potenzielle Bewerber lieben es, durch das digitale Schlüsselloch zu schauen.
  • Auf Facebook kannst du natürlich auch bezahlte Anzeigen schalten. Dies machst du über den Facebook-Adsmanager.

4. Instagram

Instagram ist besonders gut geeignet, um eine jüngere Zielgruppe potenzieller Bewerber mithilfe von Social Media Recruitment anzusprechen. Aber inzwischen haben wir die Erfahrung gemacht, dass Instagram auch in älteren Altersgruppen angekommen ist und somit eine sehr breite und solide Basis bietet, um eine Social Media Recruiting Kampagne zu schalten.

Das sind unsere Tipps für erfolgreiches Social Media Recruiting über Instagram:

  • Auch hier gilt: Poste regelmäßig! Außerdem lässt sich durch die Profilansicht bei Instagram gut eine Struktur abbilden – du könntest daher also in wiederkehrenden Formaten posten und z.B. jede Woche eine neue Abteilung deines Unternehmens vorstellen etc.
  • Benutze authentische Fotos und Videos statt Stockmaterial. Und auch wenn diese weniger professionell aussehen – nutze sie! Die meisten Instagram-Nutzer freuen sich über ungeschönte Einblicke und echte Menschen.
  • Wenn du auf Instagram bezahlte Anzeigen schalten möchtest, machst du dies ebenfalls über den Facebook-Adsmanager, da Instagram und Facebook beide dem Konzern meta angehören, haben Sie auch nur einen Werbemanager, was die direkte Schaltung auf beiden Plattformen ermöglicht.

5. YouTube

YouTube ist die Top-Plattform für Video-Content aus aller Welt und wird auch immer häufiger für das Employer Branding und Social Media Recruiting Strategie genutzt. Damit deine Maßnahmen auch von Erfolg gekrönt sind, haben wir hier einige Tipps zum Recruiting über Youtube für dich:

  • Deine Videos sollten so authentisch wie möglich sein. Solltest du als Mitarbeiter haben, die gut vor der Kamera sprechen können, oder eine Agentur an deiner Seite, die gute Image-Videos dreht, binde diese ein und verzichte auf Schauspieler oder Stockvideos.
  • Du kannst auf YouTube auch bezahlte Werbeclips vor anderem Video-Content platzieren. Das ist quasi das Äquivalent zur bezahlten Social Recruiting Ad über Facebook oder Instagram.
  • Investiere genügend Zeit in die Konzeption deiner Videos. Denn die Qualität deiner Videos kann noch so gut sein, wenn diese nicht ins Herz treffen, bringt auch das schönste Videoformat nichts. Dann verpufft deine Message und die Bewerber bleiben aus.

6. X (ehemals Twitter)

Auch bei X (ehemals Twitter) gibt es einige Besonderheiten, die du beachten solltest, wenn du die Plattform für dein Social Media Recruiting nutzen möchtest:

  • X eignet sich in erster Linie dazu, Diskussionen anzuregen und Influencer oder Journalisten zu erreichen. Bei X geht es hauptsächlich um geschriebene Texte. Wenn du also regelmäßig guten Content schreibst und dich geschickt als Experte  positionierst, wird dein Tweet eventuell von anderen Medien aufgegriffen und du erhöhst deine Reichweite.
  • Fasse dich kurz. Tweets müssen sehr kurz gehalten werden und sind auf 280 Zeichen begrenzt. Daher ist es sinnvoll, vorab zu üben, sie nicht zu überschreiten und auf den Punkt zu bringen.
  • Verwende Hashtags, die aktuell in den Trends sind und somit von hoher Relevanz. So sind deine Chancen höher, dass der Tweet aktuell von Interesse ist und gesehen wird.

7. TikTok

TikTok ist aktuell die Social Media Plattform mit dem stärksten Wachstum. Aktuell verzeichnet TikTok von allen Plattformen noch das stärkste Wachstum und rund 1,5 Milliarden weltweite Nutzer sind bei TikTok registriert. Somit liegt TikTok in den Top 4 der beliebtesten Social Media Plattformen. Schaut man sich die Verteilung der Altersgruppen an, die TikTok nutzen, sind insbesondere die jüngeren Nutzergruppen (18-24 Jahre) ganz weit vorn. Hier ein paar Tipps, wenn du TikTok als Recruitingkanal nutzen möchtest: 

  • Setze auf kurze, kreative und unterhaltsame Videos – Inhalte müssen innerhalb der ersten Sekunden fesseln.

  • Authentizität schlägt Perfektion: Zeige echte Einblicke ins Unternehmen, Mitarbeiter im Arbeitsalltag oder lustige, sympathische Momente.

  • Nutze Trends, Sounds und Hashtags, die gerade viral gehen – so steigerst du deine Reichweite und wirst von mehr potenziellen Bewerbern gesehen.

  • Entwickle wiederkehrende Videoformate, z. B. „Ein Tag im Leben von …“ oder kurze FAQ-Clips zu Ausbildungs- oder Jobfragen.

  • Schalte gezielte TikTok Ads, um deine Stellenanzeigen direkt der passenden Zielgruppe in deiner Region auszuspielen.

Foto von Nathan Dumlao auf Unsplash

Social Media Recruiting: Vor- und Nachteile

Da wir bereits geklärt haben, was es mit dem Social Media Recruiting eigentlich auf sich hat und welche Unterschiede es es geben kann, wollen wir nun erklären, welche Vor- und Nachteile sich durch das Social Recruiting ergeben. Hierzu vorweg: Social Media Recruiting kann sich für dein Unternehmen immer in mehrfacher Hinsicht lohnen, denn neben den „klassischen Recruitingmaßnahmen“ bietet Social Recruiting neben der Bewerbergewinnung gleich mehrere Vorteile. Doch es gibt auch ein paar Nachteile, die du beim Social Media Recruiting bedenken und in deine Strategie mit einfließen lassen solltest.

Die Vorteile vom Social Media Recruiting

Falls du noch nicht in Social Media Recruiting investierst, geschweige ein Social-Media-Kanal aufgebaut hast, ist es dafür nie zu spät.

Auch wenn du dafür extra neue Ressourcen und Kapazitäten abschöpfen müsstest, überwiegen die Vorteile für das Social Recruiting:

  • Du spricht deine Zielgruppe in ihrer Freizeit an und kommst quasi „ins digitale Wohnzimmer“.
  • Du kannst dich deinen Kandidatinnen und Kandidaten als attraktiven Arbeitgeber bzw. attraktive Arbeitgeberin präsentieren.
  • Durch persönliche und nahbare Inhalte deines Unternehmens, kannst du bei deinen potenziellen Bewerbern gezielt ein positives Arbeitgeberimage aufbauen.
  • Durch Social Media kannst du Kandidatinnen und Kandidaten direkt persönlich ansprechen, die vielleicht gar nicht aktiv nach neuen Stellen suchen.
  • Du kannst durch die Nutzung des Algorithmus (z.B. meta-Pixel) genau die von dir gewünschte Zielgruppen bespielen und hast sehr geringe Streuverluste.

Nachteile von Social Media Recruiting

  • Für erfolgreiches Social Media Recruiting ist beständige Neugestaltung von Grafiken und Texten nötig. Gerade wenn Bewerber deine Kampagnen schon kennen, können diese sehr schnell „abnutzen“ und somit solltest du immer am Ball bleiben, diese mit innovativen Inhalten zu versorgen. Daher ist Social Media Recruiting meist sehr zeitintensiv.
  • Einfach nur posten (Post and pray) reicht beim Recruiting über Social Media leider nicht – damit deine Stellenanzeigen und Inhalte optimal bei den potenziellen Bewerbern ankommen, musst du meist viele verschiedene Formate und Grafiken testen. Dies ist ebenfalls sehr zeitaufwendig. 
  • Es gibt sehr viele Kanäle, die sich für Social Media Recruiting eigenen. Willst du auf mehreren präsent sein, kann es passieren, dass du dich verzettelst und du den Überblick verlierst. Daher brauchst du eine feste Ordnung und Struktur, die regelmäßig befolgt werden muss.

Zusammenfassend betreffen die meisten Nachteile des Social Media Recruitings meist die zeitliche Komponente – Social Media Recruiting ist, wenn du es neben deinem Tagesgeschäft ausführen möchtest, sehr zeitintensiv und erfordert regelmäßige Kampagnenpflege und eine dauerhafte Bearbeitung von Bild- und Videomaterial durch eine externe Grafikabteilung. Solltest du diese Zeit und die entsprechenden Möglichkeiten nicht haben, können wir dir mit mega3 Digital als Social Media Recruiting Agentur unsere Hilfe rund um die Kampagnenplanung und Umsetzung anbieten.

Foto von Eric Prouzet auf Unsplash

Social Media Recruiting: Maßnahmen und Möglichkeiten

Wie bereits beschrieben gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten und Einsatzgebiete von Social Media Recruiting-Maßnahmen. Hier sind die Wichtigsten einmal aufgelistet:

  1. Active Sourcing oder auch „direktes Social Recruiting“ genannt: Es ist stark im Trend und doch nicht wirklich eine Neuheit, denn es handelt sich beim Active Sourcing um die gezielte Ansprechen von möglichen Kandidaten für deine Stellen. Das ist im Kontext des Headhuntings für einige Positionen – vor allem für höhere Positionen – schon lange üblich. Der Fokus beim direkten Social Recruiting liegt allerdings eher auf der Verwendung von neuen Tools und Möglichkeiten, wodurch potenzielle Bewerber direkt angesprochen werden können – so kann man beispielsweise Tools für das Business Netzwerk LinkedIn kaufen, welche potenzielle Bewerber mit individualisierten Nachrichten per ChatBot anschreiben. Dies bietet im Rahmen des Active Sourcing ganz neue Möglichkeiten.
  2. Employer Branding: Die positive und nahbare Darstellung deiner Arbeitgebermarke ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Personalgewinnung über Social Media. Neben der eigenen Unternehmensseite kannst du auch Unternehmensprofile auf Social Media erstellen und diese als zusätzliche Karriereseiten nutzen, um deine Arbeitgebermarke (auch Employer Brand genannt) darzustellen. Dort kannst du dich bei deinen potenziellen Kandidaten als Arbeitgeber vorstellen und direkte Einblicke ins Unternehmen geben. 
  3. Recruiting-Kampagnen: Der wichtigste Aspekt und somit auch das Herzstück des Recruitings über Social Media sind bezahlte Werbekampagnen, um mehr Aufmerksamkeit und Reichweite für deine Jobangebote zu erzeugen. Dies bietet im Gegensatz zu deiner organischen Reichweite (alles, was du als unbezahlten Beitrag auf deinem Profil postest) den Vorteil, dass du keine hohe Anzahl an Followern benötigst. Sobald du deine Jobanzeigen als bezahlte Anzeigen (paid-Ads) schaltest, werden diese Anzeigen der relevanten Zielgruppe in deiner gewünschten Zielregion ausgespielt. 
  4. Influencer Marketing: Die Reichweite von Influencern kannst du für deine Zwecke nutzen. Durch Zusammenarbeit mit den passenden Influencern (z.B. Job- oder Karriereinfluencer) kannst du deine Bekanntheit steigern, deine Arbeitgebermarke präsentieren und neue Bewerber gewinnen. Hier ist allerdings der Nachteil, dass diese Influencer nur für ihr eigenes Netzwerk posten und du somit wieder eine Begrenzung der Zielgruppe eingehen musst.

Grundsätzlich kannst du jede dieser Maßnahmen auf jeder Social Media Plattform umsetzen. Je nachdem für welche Maßnahme und welche Plattform du dich entscheidest, solltest du allerdings dein Vorgehen beim Social Media Recruitment anpassen.

Die Personalgewinnung in der Kita ist ein schwieriges Unterfangen, mit den richtigen Tipps und Werkzeugen an der Hand kannst du diese Situation aber erfolgreich meistern - Egal ob Personalvermittlung, Social Media Recruiting oder Zeitarbeit - wir helfen dir!

Durchstarten mit Social Media Recruiting in nur 3 Schritten

Um dir einen Fahrplan mit einigen Anhaltspunkten für eine erfolgreiche Recruitingkampagne über Social Media zu geben, haben wir hier einen 3 Schritte-Plan für dich erstellt.

1. Planung des Social Recruitings

Am Anfang des Social Media Recruiting Prozesses steht die Analyse: Dazu schaust du dir genau an, welche Positionen offen sind und wie viele Personen du benötigst. Daraus ergeben sich die Personalbedarfsplanung und letztlich auch die Ziele im Recruiting. Analysiere außerdem, welche Zielgruppe du für diese offenen Stellen ansprechen möchtest. Dabei kann es helfen, eine Persona zu entwickeln – denk dabei doch mal an deine bestehenden Mitarbeiter oder ehemalige Kollegen, die sehr gut auf die Position gepasst haben. Waren diese eher analytisch und und introvertiert, oder eher extrovertiert und emotional. 

Zur Analyse der IST-Situation gehört auch eine Bestandsaufnahme dessen, was bisher auf allen Social Media Kanälen von deinem Unternehmen geschieht (oder auch nicht geschieht ;)) und was der Wettbewerb so macht.

Ziele setzen: Als nächstes setzt du auf Basis der Analyse passende und verbindliche Ziele fest, die du mit deinem Recruiting über Social Media erreichen möchtest. Logischerweise sollten diese Ziele auf die übergeordneten Ziele in der Personalgewinnung einzahlen.

Contentplan- oder Contentstrategie erstellen: Der Content-Plan ist wie ein Redaktionskalender. Dort schreibst du dir grob auf, wann du welche Inhalte posten möchtest und wo diese verteilt werden sollen. Damit sorgst du für eine Regelmäßigkeit, die bei allen Social Media Maßnahmen zur Personalgewinnung sehr wichtig sind. Außerdem stellst du sicher, dass deine Ziele nicht aus dem Fokus rücken.

Hier sind einige Ideen für Inhalte, die du auf Social Media posten kannst oder die du zu deiner bestehenden Contentstrategie hinzufügen kannst:

  • Ganz wichtig natürlich: Jobangebote!
  • Tipps für das Bewerbungsverfahren in deinem Unternehmen
  • Allgemeine Karrieretipps
  • Blick hinter die Kulissen
  • Stories von Mitarbeitern (arbeite mit echten Bildern nutze die „Stories”-Funktion bei Instagram oder Facebook)
  • Neue Mitarbeiter und bestehende Kollegen vorstellen
  • Events und Aktivitäten im Unternehmen
  • Arbeitsplätze und Bereiche vorstellen
  • Infografiken
  • Empfehlungen für Podcasts, Bücher oder Blogs

Du solltest außerdem noch folgende Punkte beachten:

  • Welche Formate möchtest du verwenden? – Texte, Bilder, Audio oder Videos, Live-Videos oder Stories?
  • Auf welchen Plattformen oder Kanälen willst du Social Media Recruiting betreiben? – Lege dich auf die Kanäle fest, die für deine Zielgruppe am wichtigsten sind.
  • Welche Verantwortlichkeiten sind wichtig? – Wer bekommt die Rechte für die Kanäle? Wer ist verantwortlich für die regelmäßige Produktion, Veröffentlichung und Kontrolle?

2. Social Media Recruiting: Umsetzung

Unternehmensprofil erstellen: Um nun mit deinem eigenen Social Media Recruiting starten zu können, benötigst du – sofern dies noch nicht existiert, ein Profil auf der jeweiligen Social Media Plattform. 

Dafür solltest du eine passende und umfangreiche Unternehmensbeschreibung erstellen, Grafiken und Bilder für Profil- und Titelbilder sammeln sowie dein Impressum verlinken oder gegebenenfalls deine Datenschutzerklärung anpassen – alle Daten sollten vollständig sein und auch im Sinne deines Profils sollten alle Eintragungen weitestgehend vervollständigt werden, denn beispielsweise Instagram oder LinkedIn lieben das. ;)

Als nächstes kannst du relevanten Gruppen beitreten und hier ins Gespräch eintauchen. Dies gilt vor allen Dingen für Facebook – hier werden Gruppen noch stark genutzt und dort herrscht ein stetiger, reger Austausch. Kleiner Tipp: Wir haben vor einigen Jahren bereits unsere eigene Jobgruppe „Jobs für Hamburg“ ins Leben gerufen, in der Arbeitgeber ihre offenen Stellenangebote posten und Kandidaten nach passenden Jobs suchen können.

Produktion und Veröffentlichung von Inhalten: Die Produktion von passendem, qualitativem Content ist sehr umfangreich und individuell. Inwieweit du welche Inhalte produzierst  hängt stark davon ab, welche Inhalte und Formate du für dein Social Media Recruiting geplant hast und welche Plattform du verwendest.

3. Social Media Recruiting: Kontrolle

Die Erfolgsmessung ist im Social Recruitment elementar wichtig, um alle deine Aktivitäten rund um die Personalgewinnung weiter optimieren zu können und langfristig mehr Einstellungen zu generieren. Auch kannst du so in Zukunft noch besser entscheiden, wie dein Budget für das Recruiting eingesetzt werden soll.

Am Ende zählen natürlich immer die „Hard-Facts“ und somit solltest du dich fragen: Worüber kamen die meisten Bewerber? Und welche Maßnahmen führten eigentlich zu Einstellungen? Kamen die meisten Bewerber nun über eine bezahlte Kampagne auf Facebook? Und wenn ja, auf welche Grafik oder welches Video hat sie angesprochen? Um dies klar auswerten zu können, benötigst du neben ansprechenden Grafiken und einer strukturierten Kampagnenplanung auch ein ausgefeiltes Tracking deiner Maßnahmen.

Zum Tracking der einzelnen Plattformen kannst du beispielsweise folgende Tools verwenden:

  • Den Werbeanzeigenmanager von Facebook und die Verknüpfung zu einem Conversiontracking auf deiner Landingpage oder deinem Bewerberfunnel (dazu gleich mehr).
  • Das zugehörige Dashboard zur Unternehmensseite auf LinkedIn oder Xing oder die Daten unter dem einzelnen Post
  • Das Tool Google Analytics, mit dem du herausfinden kannst, auf welchem Wege die Besucher auf deine Karriereseite gekommen sind

Zusätzlich solltest du dir diese KPIs genauer anschauen, um dein Social Media Recruiting zu bewerten:

  • Follower oder Fans auf einer Plattform (meist aber eher nebensächlich, da nicht jeder dir auch folgen möchte, der sich nur einmal bewirbt)
  • Impressionen (wie oft deine Postings und Stellenanzeigen angezeigt werden)
  • CTR (Click-Trough-Rate) bei Links und Job-Postings
  • Seitenaufrufe deiner Webseite nach Quelle (Instagram, LinkedIn etc.)
  • Antworthäufigkeit oder Bewerbungsgespräche in Relation zu den angeschriebenen Kandidaten
Foto von Clem Onojeghuo auf Unsplash

Ansprache im Social Recruiting

Neben der gesamten Planung kommt immer wieder die Frage auf „wie spreche ich eigentlich die Kandidaten an?“ Wichtig ist dabei eine inhaltlich überzeugende Ansprache, die auch zum Medium Social Media passt. So gilt für alle Social Recruiter auf sozialen Netzwerken, wie z.B. Instagram wird in der Regel geduzt. Hier triffst du die Nutzer nämlich ganz privat beim Scrollen abends auf der Couch und ein „Sie“ fällt dann eher negativ auf. Und mach dir keine Sorgen, auch wenn anschließend im Bewerbungsgespräch das „Sie“ gilt, starte in sozialen Netzwerken, wie Instagram immer erstmal im „Du“ – das ist dort absolut die Regel.

Auf Business-Plattformen wie LinkedIn wird je nach Zielgruppe unterschiedlich kommuniziert: Während in traditionellen Branchen das „Sie“ weiterhin Standard ist, bevorzugen jüngere Zielgruppen auch zunehmend das „Du“. Hier solltest du als Recruiter Fingerspitzengefühl beweisen und erstmal vorsichtig mit dem „Sie“ antasten und dann später eventuell ins Du wechseln – so ist zumindest unsere Meinung in diesem Fall.

Weitere wichtige Tools für das Social Media Recruiting:

Um das Social Media Recruiting maximal erfolgreich aufzubauen und die Jobanzeigen ansprechend zu gestalten, benötigt es neben den Plattformen noch einige wichtige Tools, die dir extrem helfen können. Ganz wichtig: du benötigst natürlich nicht jedes dieser Tools, aber wir verwenden diese und halten sie für unschlagbar, wenn es um die effektive Gestaltung von erfolgreichen Social Media Recruiting Kampagnen geht.

Bild- und Videobearbeitung über Canva:

Bei mega3 Digital setzen wir in unseren Social Media Recruiting Kampagnen auf Canva – und das aus gutem Grund. Canva bietet uns die perfekte Kombination aus kreativer Vielfalt und einfacher Bedienbarkeit. Statt lange mit komplizierter Software zu kämpfen, können wir innerhalb kürzester Zeit ansprechende Visuals erstellen, die genau zu den Recruiting-Botschaften unserer Kunden passen.

Ob Grafiken, kurze Videos oder animierte Posts – mit Canva lassen sich Inhalte gestalten, die professionell aussehen und gleichzeitig die Aufmerksamkeit potenzieller Bewerber gewinnen. Besonders im Recruiting ist es entscheidend, nicht nur sichtbar zu sein, sondern auch aufzufallen.

Für uns bedeutet das: schneller arbeiten, kreativer bleiben und Kampagnen mit echtem Impact entwickeln. Canva ist damit nicht nur ein nützliches Tool, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit in den Social Recruiting-Kampagnen unserer Kunden.

Individualisierte Bewerberfunnel über Perspective Funnels:

Mit den individualisierten Bewerbungsfunnels von Perspective Funnels können wir die Bewerbungsprozesse unserer Kunden einfacher, schneller und moderner gestalten. Statt klassische und oft komplizierte Bewerbungsformulare einzusetzen oder auf Websiten zu verlinken, leiten Bewerbungsfunnel Schritt für Schritt durch einen klar strukturierten Bewerbungsprozess. Das macht den Einstieg für Kandidatenso niedrigschwellig wie möglich – und genau das ist im heutigen Arbeitsmarkt entscheidend.

Ein Bewerberfunnel ist mehr als nur ein Formular: Er ist eine optimierte Candidate Journey, die Bewerber mit wenigen Klicks abholt, informiert und zur Bewerbung motiviert. So reduzieren wir Absprünge, steigern die Zahl der qualifizierten Bewerbungen und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Arbeitgebermarke unserer Kunden modern und attraktiv wahrgenommen wird.

Mit Perspective Funnels haben wir ein Tool an der Hand, das nicht nur visuell überzeugt, sondern auch technisch perfekt für Mobile Recruiting optimiert ist – ein klarer Wettbewerbsvorteil in Zeiten, in denen die meisten Bewerbungen über das Smartphone erfolgen. Für uns bedeutet das: mehr passende Bewerber, weniger Reibungsverluste und eine rundum positive Erfahrung auf beiden Seiten.

Foto von Towfiqu barbhuiya auf Unsplash

Brauche ich wirklich eine Social Media Recruiting Agentur?

Die berechtigte Frage vieler Unternehmen lautet nach diesem Beitrag nun vielleicht: Kann man Social Media Recruiting nicht einfach selbst umsetzen? Grundsätzlich ist das natürlich möglich – schließlich lassen sich Anzeigen auch ohne externe Hilfe auf Facebook, Instagram oder LinkedIn schalten. Doch die Realität zeigt schnell: Ohne Erfahrung im Kampagnenaufbau, im Umgang mit den Plattform-Algorithmen und in der laufenden Optimierung verpuffen viele Maßnahmen oder kosten deutlich mehr, als sie bringen.

Social Media Recruiting erfordert strategisches Know-how, kreative Inhalte und konsequente Betreuung. Anzeigen müssen regelmäßig getestet, Zielgruppen genau definiert und Funnels optimiert werden. Gleichzeitig verändert sich das Nutzerverhalten auf Social Media ständig – was gestern funktioniert hat, ist morgen vielleicht schon überholt. Genau hier kommt eine spezialisierte Agentur wie mega3 Digital ins Spiel: Wir bringen die notwendige Expertise und Praxiserfahrung aus vielen erfolgreichen Kampagnen mit und wissen, wie man Bewerber dort abholt, wo sie tatsächlich unterwegs sind.

Und nicht zuletzt spielt der Aspekt Vertrauen eine große Rolle: Bei uns gibt es keine pauschalen Standardlösungen, sondern individuelle Strategien, die genau auf die jeweilige Branche, Region und Zielgruppe zugeschnitten sind.

Die klare Empfehlung lautet deshalb: Ja, eine Social Media Recruiting Agentur macht Sinn – besonders dann, wenn du deine offenen Stellen zuverlässig besetzen möchtest, ohne im Tagesgeschäft die Kontrolle über Budgets, Inhalte und Prozesse zu verlieren.

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